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Telefonica und E-Plus droht beim Zusammenschluss Entzug von Mobilfunkfrequenzen

• 05.08.13 In der deutschen Mobilfunklandschaft wird es einen neuen grossen Mobilfunkanbieter geben, wenn der Kauf von E-Plus durch Telefónica Deutschland von den Aktionären und der deutschen Kartellbehörde genehmigt wird. Nun droht aber ein Frequenzentzug durch die Bundesnetzagentur, da mit rund 43 Millionen Kunden Deutschlands größtes Mobilfunkunternehmen entstehen würde.

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Die Bundesnetzagentur hat sich zu Wort gemeldet, und laut der der "F.A.Z" gegenüber den Geschäftführern von E-Plus und Telefónica Deutschland verkündet, dass das neue große Unternehmen weniger Mobilfunkfrequenzen besitzen wird, als vor dem Zusammenschluss.

Die "F.A.Z" beruft sich dabei auf ein Schreiben der Bundesnetzagentur an die Geschäftsführer Thorsten Dirks und René Schuster. Damit sind die GSM-Lizenzen als auch die im Jahr 2000 für insgesamt 50 Milliarden Euro versteigerten UMTS-Lizenzen in Gefahr. Diese Frequenzen sind laut der Bundesnetzagentur an die "wettbewerbliche Unabhängigkeit" der Unternehmen geknüpft. Dabei ist die Bundesnetzagentur auch gewillt einen

Widerruf der betroffenen Frequenzzuteilung durchsetzen.

Der Kaufpreis für E-Plus liegt bei 3,7 Milliarden Euro in bar sowie einem anfänglichen Anteil von 24,9 Prozent an dem zusammengeführten Unternehmen Telefónica Deutschland erwarte dabei einen Einspareffekt von 5,0 bis 5,5 Milliarden Euro.

Telefónica Deutschland betreibt in Deutschland die Mobilfunkmarke O2. Zusammen mit den Mobilfunkmarken E-Plus und O2 sind besonders viele Handydiscounter unterwegs. Damit zeichnet sich dann eine Beherrschung im billigen Preissegment ab, wodurch Telekom und Vodafone sicherlich in Zugzwang kommen werden.

Mit insgesamt 43 Millionen Kunden wäre das neue Unternehmen einer der führenden Telekommunikationsanbieter in Deutschland. Das Unternehmen hätte auf Basis der Jahresergebnisse von 2012 einen gemeinsamen Umsatz von insgesamt 8,3 Milliarden Euro.

Die geplante Übernahme sieht im ersten Schritt vor, dass E-Plus eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von Telefónica Deutschland wird. KPN erhält dafür 3,7 Milliarden Euro sowie einen anfänglichen Anteil an Telefónica Deutschland in Höhe von 24,9 Prozent. Die Transaktion mit KPN wird vollständig durch eine voll garantierte Kapitalerhöhung finanziert. Telefónica S.A. wird die ausgegebenen Aktien entsprechend seiner jetzigen Beteiligung an der Telefónica Deutschland zeichnen. Neue Verbindlichkeiten werden durch Telefónica Deutschland nicht aufgenommen.


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