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Telekom 3.Quartal: 47,844 Millionen Mobilfunkkunden --13,99 Millionen Breitbandanschlüsse

• 13.11.20 Bei der Telekom stand auch im dritten Quartal alles im Zeichen des schnellen 5G Netz Ausbaus. So hatte die Telekom reichlich 5G LTE Frequenzen bei der laufenden Frequenzauktion in Mainz ersteigert. Dabei hat die Telekom nun in Deutschland gegen Ende September 47,8445 Millionen Mobilfunkkunden. Damit ist dieses eine Steigerung von 0,9 Prozent oder von 449.000 Mobilfunkkunden zum letzten Quartal.

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Telekom 3.Quartal: 47,844 Millionen Mobilfunkkunden --13,99 Millionen Breitbandanschlüsse

Die stärken bei der Telekom liegen im schnellen und gut ausgebauten LTE Netz mit einem Speed von bis zu 300 Mbit/s, mit 5G sind es dann bis zu 1 Gigabit an Speed. Allerdings verärgert die Telekom nun die LTE Kunden bundesweit, da auf dem Lande nur ein maximaler Speed von 225 Mbit/s angeboten wird.

Im dritten Quartal 2020 hatte die Telekom 47,844 Millionen Mobilfunkkunden, am 30.06.2020 waren es 47,395 Millionen Kunden. Damit hatte die Telekom einen Zuwachs von 449.000 Mobilfunkkunden. Dieses ist eine Steigerung von 0,9 Prozent. Am Jahresanfang, vom ersten zum zweiten Quartal, waren es noch 1,7 Prozent an Neukunden. Auch vom zweiten auf den dritten Quartal lag das Wachstum nur bei 0,9 Prozent, Damit hatte die Telekom währen der Corona Pandemie Einbußen beim Wachstum bekommen.

Telekom 3.Quartal: 47,844 Millionen Mobilfunkkunden --13,99 Millionen Breitbandanschlüsse
Telekom Zentrale bei Nacht -Bild: Telekom

Telekom gewinnt neue Breitbandkunden hinzu

Mit 97.000 neuen Breitbandkunden wuchs die Telekom zwischen Juli und September deutlich stärker als in den Vorquartalen. Rund 15,5 Millionen Anschlüsse im Netz der Telekom sind inzwischen Glasfaser-basiert (FTTH und FTTC/Vectoring). Dabei sind ein Grossteil Vectoring Anschlüsse (Anm. der Redaktion).

Dieses sind 1,6 Millionen Breitbandanschlüsse mehr, als ein Jahr zuvor. Das Fernsehangebot MagentaTV nutzen knapp 3,8 Millionen Kunden, das waren 63.000 neue Nutzer im Quartal und ein Plus von 6,9 Prozent im Jahresvergleich.

Die Zahl der Haushalte, die mit reinen Glasfaser-Anschlüssen (FTTH/FTTB) angebunden sind, werden im neuen Quartalsbericht nicht explizit angegeben.

Im letzten Jahr wurden 14,4 Millionen glasfaserbasierte Anschlüsse aufgeführt. Wir haben dieses damals kritisiert. Es handelte sich bei der Telekomzählweise nicht um Fibre to the Home(FTTH) Anschlüsse, da diese nicht beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur im Kurzbericht zum Breitbandatlas auftauchen. Die Zahlen basieren auf einen Grossteil auf Vectoring Anschlüsse, wo die Schaltverteilt mit Glasfaser angeschlossen sind.

Diese Zahl ist dann auch schon realistischer und deckt sich mit den Angaben im Breitbandatlas der Bundesnetzagentur von zuletzt 14,4 Millionen Haushalte mit Zugang zu Gigabit-Anschlüssen. Dabei hatte Vodafone durch den Aufkauf von Unitymedia und Kabel-Deutschland die Kabel-Leitungen auf Gigabit Tauglichkeit aufgerüstet und dominiert nun den Breitbandmarkt, so dass 4 von 5 Gigabit Anschlüsse von Vodafone kommen. Im Februar gab es dann nochmals seit dem Bericht gute 5 Millionen Gigabit Anschlüsse auf Basis von Kabelnetzen von Vodafone hinzu, so dass fast 19 Millionen Gigabit Anschlüsse in Deutschland vorhanden sein müssten, wovon nun rund 17 Millionen Anschlüsse von Vodafone kommen.

Wir hatten damals vermutet, dass ein Großteil der glasfaserbasierten Anschlüsse der Telekom an den Schaltverteilern an der Strasse mitgezählt wurden, wohin das Glasfaserkabel führt. Nur durch kostenintensivere Maßnahmen gibt es einen FTTH Anschluss bis ins Gebäude der Kunden.

Glasfaserausbau Deutschland: 2 Milliarden Euro Fördermittel für Telekom Glasfaserausbau

Die Telekom rühmt sich immer, als alleiniges Unternehmen den Glasfaserausbau in Deutschland voran zu treiben. Dabei verlegen die Mitkonkurrenten mehr Kilometer an Glasfaserkabel. Zuletzt ging die Öffentlichkeit sogar von einer Förderung von fast 1 Milliarden Euro für die Telekom aus. Dieses hatte Frederic Ufer, Leiter Recht & Regulierung beim VATM am 29. September 2020 auf dem Breitbandkongresses des FRK in Leipzig mitgeteilt. Das Nachfragen von Journalisten erbrachte sogar höhere Zahlen.

Glasfaserausbau Deutschland: 2 Milliarden Euro Fördermittel für Telekom Glasfaserausbau
2 Milliarden Euro Fördermittel für Telekom Glasfaserausbau -Bild: Telekom

Durch eine Recherche von dem Online Portal Golem.de, ergab eine Nachfrage bei der Telekom Unternehmenssprecherin Sandra Rohrbach, dass dieses sogar 2 Milliarden Euro sind.

Dabei geht es dann um einen Topf von 2 Milliarden Euro an Fördergeldern, welche nicht nur durch den Bund bezahlt worden sind, sondern auch vom Land und den Kommunen bewilligt worden sind.

Bei der Förderung sei es um Glasfaser gegangen, betonte Unternehmenssprecherin Rohrbach. "Gefördert wurde und wird immer nur der Glasfaserausbau, entweder bis zum Multifunktionsgehäuse (VDSL) oder bis zum Haus (FTTH/FTTB).".

So würden von der Fördersumme rund 1 Million Haushalte mit schnellem Internet ausgebaut, dabei aber auch schwer erschließbaren Regionen auf dem Land, so Rohrbach weiter.

Beim schnellen Glasfaserausbau geht es auch in diesem Jahr weiter voran. Nachdem sich die Telekom nun ebenfalls zum Glasfaseranschluss bis in Haus bekannt hatte, haben die Mitkonkurrenten schon voll und ganz auf dieses Anschlusssystem gesetzt. So steigt aktuell die Glasfaserquote auf 13,5 Prozent und der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) erwartet einen deutlichen Anstieg bis 2023.

Glasfaser Ausbau Deutschland: Glasfaserquote steigt auf 13,5 Prozent

Immerhin erfolgen 75 Prozent aller Ausbauprojekte eigenwirtschaftlich, statt sich über ein Förderprogramm der Bundesregierung zu finanzieren, so der Verband Breko. Durch den eigenwirtschaftlichen Ausbau gehen die Verantwortlichen eher von einem effizienteren und marktorientierten Ausbau aus.

Auch kommt immer wieder Kritik an diese Förderprojekte. Diese Projekte sollen von Natur aus langwierig und mit vielen Herausforderungen verbunden sein, so Norbert Westfal von der Breko.

Die aktuellen Ergebnisse zeigen eine positive Entwicklung des Glasfaserausbaus in Deutschland. Die Anzahl der verfügbaren Glasfaseranschlüsse, die Nachfrage nach schnellem Internet sowie die Investitionen in den Ausbau steigen. Die Treiber dieser Entwicklung sind weiterhin die alternativen Netzbetreiber, so Breko.

Zuwachs von 1,1 Millionen Glasfaseranschlüssen, Investitionen auf 9,6 Milliarden Euro gestiegen

Der Anteil der Glasfaseranschlüsse bis in die Gebäude und Wohnungen im Verhältnis zur Gesamtzahl aller Haushalte und Unternehmen ist auf 13,5 Prozent gestiegen. Das entspricht einem Zuwachs von 1,1 Millionen auf insgesamt 6,1 Millionen Glasfaseranschlüsse deutschlandweit.

Den größten Teil dieser Anschlüsse realisieren mit 4,9 Mio. die Mitbewerber von der Telekom. Für das Jahr 2023 prognostiziert die Breko Marktanalyse einen Anstieg auf insgesamt 22 Millionen Glasfaseranschlüsse. Davon sollten 4,1 Millionen durch alternative Netzbetreiber realisiert werden.

Die Investitionen in die digitale Infrastruktur sind im Jahr 2019 auf insgesamt 9,6 Milliarden Euro gestiegen. Hier dominieren ebenfalls die alternativen Netzbetreiber. Mit 5,2 Milliarden oder 54,1 Prozent finanzieren sie über die Hälfe des Ausbaus.

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