Telekom 5G+ Ultra startet: FaceTime-Videocalls sollen selbst im Stadion stabil bleiben
• 08.05.26 Die Deutsche Telekom macht den nächsten Schritt beim Ausbau ihres 5G-Netzes. Mit der neuen Option 5G+ Ultra sollen Videocalls und Cloud-Gaming auch dann flüssig bleiben, wenn sich tausende Menschen gleichzeitig in derselben Funkzelle befinden. Der Fokus liegt dabei nicht auf mehr Tempo, sondern auf stabileren Reaktionszeiten und weniger Aussetzern.
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Telekom erweitert 5G+ Ultra: Das ist neu
Die Telekom baut ihr bisheriges 5G+ Angebot weiter aus. Während die Technik bisher vor allem für Cloud-Gaming gedacht war, rückt jetzt erstmals die Videotelefonie in den Mittelpunkt. Konkret soll die neue Option dafür sorgen, dass Videocalls selbst in stark ausgelasteten Mobilfunkzellen stabiler laufen.
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Telekom 5G+ Ultra startet: FaceTime-Videocalls sollen selbst im Stadion stabil bleiben --Bild: © Telekom |
Der Netzbetreiber nennt dafür typische Alltagssituationen: Videokonferenzen am Bahnhof, FaceTime-Anrufe im Stadion oder Videocalls auf Festivals und Konzerten. Genau dort geraten Mobilfunknetze oft an ihre Grenzen. Die Verbindung ist zwar vorhanden, doch Bild und Ton beginnen zu stocken. Gesprächspartner hören sich verzögert oder das Bild friert kurz ein.
Mit Telekom 5G+ Ultra soll genau dieses Problem kleiner werden. Die Technik setzt auf niedrige Latenz, stabile Datenströme und weniger Paketverluste. Für Nutzer bedeutet das im Idealfall flüssigere Gespräche ohne Ruckler.
Die wichtigsten Fakten zu Telekom 5G+ Ultra im Überblick
| Bereich | Details | Praxisnutzen |
|---|---|---|
| Name | 5G+ Ultra | Neue Telekom-Option für stabile Echtzeit-Anwendungen |
| Kosten | Kostenlos zubuchbar | Keine monatlichen Zusatzkosten |
| Technik | 5G Standalone, Network Slicing und L4S | Weniger Verzögerungen und Paketverluste |
| Videocalls | Zum Start FaceTime auf iPhone und Apple Vision Pro | Stabilere Gespräche unterwegs |
| Gaming | Cloud-Gaming wird weiterhin unterstützt | Flüssigeres Streaming von Spielen |
| Tarife | Aktuelle MagentaMobil-Tarife ab August 2024 | Ältere Verträge profitieren nicht automatisch |
| Geräte | Kompatible Apple-Geräte ab iPhone 15 | Zum Start klare Apple-Fokussierung |
Warum 5G+ Ultra wichtiger ist als ein neuer Gigabit-Rekord
Die Mobilfunkbranche hat sich in den vergangenen Jahren fast ausschließlich über Geschwindigkeit definiert. Höhere Downloadraten, größere Datenvolumen und neue Gigabit-Rekorde standen im Mittelpunkt der Werbung. Im Alltag sind diese Zahlen allerdings oft weniger entscheidend, als viele Nutzer denken.
Ein Videocall benötigt keine extrem hohe Datenrate. Entscheidend ist vielmehr, dass die Verbindung stabil bleibt. Genau hier liegt das eigentliche Problem moderner Mobilfunknetze. Selbst wenn genügend Bandbreite vorhanden ist, sorgen Schwankungen in der Latenz oder kleine Paketverluste für stockende Gespräche.
5G+ Ultra setzt genau an dieser Stelle an. Statt nur die Maximalgeschwindigkeit zu erhöhen, versucht die Telekom die Qualität der Echtzeitverbindung zu verbessern. Das klingt technisch, könnte im Alltag aber deutlich spürbarer sein als ein weiterer theoretischer Speed-Rekord.
So funktioniert Telekom 5G+ Ultra technisch
Die neue Funktion basiert auf drei zentralen Technologien:
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• 5G Standalone
• Network Slicing
• L4S (Low Latency, Low Loss, Scalable Throughput)
5G Standalone als Grundlage
Bei vielen bisherigen 5G-Netzen lief der Funk zwar bereits über 5G, das Kernnetz basierte aber weiterhin teilweise auf LTE-Technik. Bei 5G Standalone wird dagegen das komplette Netz auf eine eigenständige 5G-Architektur umgestellt.
Das ist wichtig, weil erst dadurch bestimmte Echtzeit-Funktionen möglich werden. Dazu gehören niedrige Latenzen, flexiblere Netzsteuerung und spezielle Netzwerkbereiche für einzelne Anwendungen.
Network Slicing erklärt
Beim sogenannten Network Slicing werden virtuelle Netzbereiche geschaffen. Bestimmte Anwendungen erhalten dadurch eine optimierte Behandlung innerhalb des Mobilfunknetzes.
Ein Videocall hat andere Anforderungen als ein Software-Download oder ein Social-Media-Feed. Während Downloads möglichst hohe Datenraten benötigen, brauchen Videocalls vor allem stabile Reaktionszeiten. Genau dafür reserviert die Telekom spezielle Netzressourcen.
L4S soll Überlastungen früher erkennen
Die dritte Komponente ist L4S. Hinter der Abkürzung steckt die Technik "Low Latency, Low Loss, Scalable Throughput". Vereinfacht gesagt soll das System Netzüberlastungen frühzeitig erkennen und Datenströme intelligent steuern.
Dadurch sollen Verzögerungen und Paketverluste reduziert werden, bevor Nutzer sie überhaupt bemerken. Gerade bei Videocalls oder Cloud-Gaming ist das entscheidend.
Tabelle: Was bringt Telekom 5G+ Ultra wirklich?
| Frage | Kurze Antwort | Wichtige Einordnung |
|---|---|---|
| Ist 5G+ Ultra kostenlos? | Ja | Die Option kann kostenlos hinzugebucht werden |
| Welche Apps werden unterstützt? | Zum Start FaceTime | Weitere Partner sollen folgen |
| Welche Geräte sind kompatibel? | iPhone 15 und neuer | Zum Start klarer Fokus auf Apple-Geräte |
| Ist 5G+ Ultra schneller? | Nicht primär | Es geht vor allem um stabile Latenz |
| Funktioniert die Technik überall? | Nur im 5G-Standalone-Netz | Normales 5G reicht nicht automatisch aus |
| Wer profitiert am meisten? | Vielreisende und mobile Videocall-Nutzer | Besonders interessant an Bahnhöfen und bei Großveranstaltungen |
Telekom nennt erste Messwerte
Die Telekom verweist bei der neuen Technik auf interne Messungen mit der Cloud-Gaming-Plattform GeForce NOW von NVIDIA. Dort habe es mit 5G+ Ultra beziehungsweise der bisherigen Gaming-Version der Technik deutlich weniger Paketverluste gegeben.
Laut Telekom wurden 73 Prozent weniger Frames mit Paketverlust gemessen. Gleichzeitig habe sich die Latenz um rund 20 Prozent reduziert.
Für Videocalls nennt das Unternehmen ebenfalls positive Ergebnisse. Konkrete technische Vergleichswerte für FaceTime veröffentlichte die Telekom allerdings bislang nicht in derselben Detailtiefe.
Wichtig bleibt dabei die Einordnung: Solche Werte zeigen das Potenzial der Technik. Sie bedeuten aber nicht automatisch, dass jeder Nutzer jederzeit exakt dieselbe Verbesserung spürt. Mobilfunk bleibt immer abhängig von Standort, Auslastung, Netzversorgung und verwendeter Hardware.
Für wen lohnt sich Telekom 5G+ Ultra?
Interessant ist die neue Funktion vor allem für Nutzer, die regelmäßig unterwegs Videocalls führen oder Cloud-Gaming nutzen. Dazu gehören Pendler, Geschäftsreisende, Außendienstmitarbeiter oder Nutzer, die häufig aus Hotels, Bahnhöfen oder Flughäfen arbeiten.
Auch bei Großveranstaltungen könnte die Technik Vorteile bringen. In Stadien oder auf Festivals brechen Videocalls oft nicht wegen fehlender Netzabdeckung ab, sondern weil zu viele Menschen gleichzeitig dieselbe Funkzelle belasten.
Allerdings bleibt die neue Option zum Start noch relativ eingeschränkt. Aktuell profitieren vor allem Nutzer von FaceTime auf kompatiblen Apple-Geräten. Android-Smartphones und andere Videocall-Apps wie WhatsApp, Zoom oder Teams werden zunächst nicht explizit genannt.
Die wichtigsten Zielgruppen im Überblick
| Zielgruppe | Warum interessant? | Praxiswert |
|---|---|---|
| iPhone-Nutzer | FaceTime-Unterstützung ab Start | Hoher Nutzen |
| Geschäftsreisende | Stabilere Videokonferenzen unterwegs | Sehr relevant |
| Cloud-Gamer | Niedrigere Latenz beim Streaming | Technisch interessant |
| Festival- und Stadionbesucher | Weniger Probleme in vollen Funkzellen | Situationsabhängig |
| Android-Nutzer | Aktuell eingeschränkte Unterstützung | Noch begrenzter Nutzen |
Der entscheidende Punkt: 5G+ Ultra ist kein normales 5G
Ein wichtiger Unterschied wird schnell übersehen: Nicht jedes Smartphone mit 5G-Anzeige nutzt automatisch auch 5G+ Ultra.
Die Funktion setzt mehrere Voraussetzungen voraus:
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• Aktueller MagentaMobil-Tarif
• Kompatibles Smartphone
• 5G Standalone
• Gebuchte 5G+ Ultra Option
• Unterstützte App
Das bedeutet auch: Die neue Technik wird zunächst nicht sofort zum Massenfeature. Erst wenn weitere Geräte und Anwendungen unterstützt werden, könnte sich 5G+ Ultra breiter durchsetzen.
Warum die Telekom diesen Schritt jetzt geht
Die Einführung von 5G+ Ultra zeigt auch, wie sich der Mobilfunkmarkt verändert. Reine Downloadgeschwindigkeit reicht als Verkaufsargument immer weniger aus. Viele Tarife bieten inzwischen hohe Datenraten und große Datenvolumen.
Dadurch rückt die Qualität der Verbindung stärker in den Mittelpunkt. Nutzer erwarten nicht nur schnelles Internet, sondern vor allem stabile Dienste in schwierigen Situationen.
Die Telekom versucht deshalb, 5G Standalone greifbarer zu machen. Bislang blieb der Begriff für viele Verbraucher abstrakt. Mit konkreten Vorteilen wie stabileren Videocalls bekommt die Technik erstmals einen klar erkennbaren Alltagsnutzen.
Redaktionelle Einordnung: Sinnvoller Schritt mit klarer Einschränkung
Aus technischer Sicht ist Telekom 5G+ Ultra ein sinnvoller Ausbau des bestehenden 5G-Netzes. Statt nur über höhere Geschwindigkeiten zu sprechen, konzentriert sich die Telekom auf ein reales Problem moderner Mobilfunknetze: schwankende Latenz unter hoher Last.
Gerade bei Videotelefonie wird das schnell sichtbar. Ein Netz kann hervorragende Downloadwerte liefern und trotzdem unangenehme Gesprächsaussetzer produzieren. Genau hier setzt die neue Technik an.
Der größte Haken bleibt allerdings die eingeschränkte Geräte- und App-Unterstützung. Solange vor allem Apple-Geräte und FaceTime profitieren, bleibt 5G+ Ultra zunächst eher ein Premium-Feature für bestimmte Nutzergruppen.
Erst wenn Android-Geräte, WhatsApp, Zoom, Teams oder Google Meet folgen, könnte daraus ein echter Massenmarkt-Vorteil werden.
Checkliste: Das sollten Telekom-Kunden jetzt prüfen
| Prüfpunkt | Warum wichtig? | Empfehlung |
|---|---|---|
| Tarif prüfen | Nur aktuelle MagentaMobil-Tarife werden unterstützt | Vertragsdetails kontrollieren |
| Smartphone prüfen | Nicht jedes Gerät unterstützt 5G+ Ultra | Kompatibilitätsliste ansehen |
| iOS-Version aktualisieren | Neueste Software wird benötigt | Update installieren |
| Option buchen | 5G+ Ultra muss aktiviert werden | Kundencenter prüfen |
| 5G Standalone aktivieren | Normales 5G reicht nicht automatisch | Geräteeinstellungen kontrollieren |
Info-Links
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Quelle: Telekom-Medieninformation zu 5G+ Ultra
•
Info-Link: Telekom-Informationsseite zu 5G+ Ultra
•
Info-Link: Apple-Dokumentation zu L4S
Fazit: Telekom macht 5G Standalone erstmals alltagstauglich
Telekom 5G+ Ultra ist kein klassischer Geschwindigkeits-Turbo. Die neue Option versucht stattdessen, eines der größten Alltagsprobleme mobiler Datenverbindungen zu lösen: instabile Echtzeit-Kommunikation unter hoher Netzauslastung.
Gerade deshalb könnte die Technik langfristig wichtiger werden als viele reine Gigabit-Werbebotschaften der vergangenen Jahre. Nutzer interessieren sich am Ende weniger für theoretische Spitzenwerte als für stabile Dienste im Alltag.
Zum Start bleibt der praktische Nutzen allerdings noch auf bestimmte Geräte und Anwendungen begrenzt. Trotzdem zeigt die Telekom damit klar, wohin sich moderne 5G-Netze entwickeln sollen: weg vom reinen Tempowettbewerb, hin zu zuverlässigeren Echtzeit-Anwendungen.
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