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Umfrage: Musik-Streaming wird in Deutschland immer beliebter

• 10.03.17 Der Kampf um den Musik Kunden ist in vollem Gange. So gibt es nun Musik Streaming Dienste von Apple, Amazon, Google und Co, welche um die Gunst der Kunden ringen. Mittlerweile nutzen 44 Prozent der deutschen Internetnutzer laut dem Branchenverband Bitkom Musik-Streaming-Dienste. Dabei zahlen auch 27 Prozent der Nutzer für den Streaming-Dienst.

44 Prozent der deutschen Internetnutzer nutzen Musik-Streaming

Auch immer mehr Nutzer bezahlen für Musik-Angebote, um alle Funktionen ohne Werbung zu nutzen. Somit wächst der Nutzeranteil von Musik-Streaming-Diensten in Deutschland im fünften Jahr in Folge von im Jahr 2013 von 9 Prozent auf nun aktuell 44 Prozent.

Apples Music Streaming App -Quelle: Apple

"Neben den riesigen Musik-Bibliotheken bieten Musik-Streaming-Dienste inzwischen auch kuratierte Playlists etwa von Künstlern, Konzerttickets und die Möglichkeit, Musik mit Freunden zu teilen", sagt Timm Lutter, Bitkom-Experte für Consumer Electronics & Digital Media.

Vor allem bei den Jüngeren ist Online-Musik-Streaming beliebt. So nutzen 61 Prozent der 14- bis 29-Jährigen einen Musik-Streaming-Dienst. Unter den 30- bis 49-Jährigen und den 50-bis 64-Jährigen sind es je 40 Prozent. Bei den Über-65-Jährigen streamt rund jeder Vierte Audio-Dateien im Internet.

Der Durchbruch für Musik-Streaming-Dienste in Deutschland gelang im Jahr 2012 mit dem Start großer Anbieter. Zuvor gab es im Dezember 2011 eine Vereinbarung mit der Verwertungsgesellschaft GEMA. Darin wurden erstmals Urhebervergütungen für Musik-Streaming-Angebote geregelt. Dank der hohen Einnahmen aus dem digitalen Geschäft stieg auch der weltweite Umsatz mit Musik wieder.

Gegenüber einem klassischen Download hat Streaming den Vorteil, dass die Inhalte nicht erst langwierig auf die Endgeräte heruntergeladen werden müssen, sondern nur vorübergehend zwischengespeichert werden. Dies ermöglicht, Audio-Dateien direkt und ohne Wartezeit wiederzugeben.

Die kostenlose beziehungsweise werbefinanzierte Variante begrenzt oft die Funktionen oder spielt zwischen einzelnen Titeln Werbespots ab. Kostenpflichtige Premiumaccounts geben dem Nutzer werbefreien und unbegrenzten Zugang zu den Musik-Archiven, oft in besserer Abspielqualität.

Musik Streaming mit bis zu 40 Millionen Liedern

Die Musik Streaming Dienste bieten mittlerweile bis zu 40 Millionen Lieder in ihrem Repertoire an. Die Tester von Stiftung Warentest haben dann auch den Anbietern einen guten Sound bestätigt. Immerhin wurden dabei 11 Musikdienste getestet. Ferner haben die Tester das Repertoire, die Qualität und das Klein­gedruckte bewertet. Dadurch gab es bei den Marktführern erhebliche Abstriche, so dass man vielleicht dann wechseln sollte.

Riesige Auswahl bei den Streaming Diensten

Bei den Streaming Diensten gibt es eine riesige Auswahl an Musikern. Aber nicht überall findet man seine Lieblingskünstler. Zum einen verweigern sich manche Künstler dem Streaming komplett, weil sie sich zu schlecht entlohnt fühlen, zum anderen schließen besonders sehr bekannte Musiker exklusive Verträge mit einzelnen Partnern ab. Die Stiftung Warentest hat den Repertoire-Check mit insgesamt 700 Alben gemacht, jeweils 100 aus 6 unterschiedlichen Genres sowie 100 Alben aus den aktuellen Charts.

Große Unterschiede beim Datenvolumen

Ganz überraschend ist auch der Datenverbrauch. So kann das Datenvolumen beim Test für ein Album bei einem Dienst 130 MB betragen, bei einem anderen liegt es dagegen nur bei 26 MB Datenvolumen. Dabei ist die Qualität fast vergleichbar.

AGBs oft mit Mängeln

Auch die AGBs der Anbieter wurden genauer unter die Lupe genommen. So gab es größere Mängel bei den AGBs und Datenschutzrichtlinien zahlreicher Dienste. So hält sich Spotify das Recht vor, den Nutzern ohne Angabe von Gründen das Konto zu sperren. Schlechte Noten haben auch Amazon Prime Music, Apple Music, Google Play Music, Microsoft Groove und Qobuz Music bei den AGBs bekommen.

Testsieger ist Juke bei Stiftung Warentest

Der Musikstreaming Dienst Juke ist daher nun Testsieger geworden. Sicherlich haben die AGBs den Testsieg ermöglicht, denn die Auswahl an Musikstücken hingt gegenüber Spotify doch sehr nach. Der deutsche Musik-Anbieter Juke gehört zu Media-Saturn und hat laut den Testern auch den besten Service. Dabei ist die Bedienung nur Befriedigend.

Auf den Plätzen zwei und drei landen dann die Dienste Deezer und Tidal. Der grosse Platzhirsch Spotify wurde wegen seinem befriedigenden Service kritisiert.

Die Anbieter Spotify, Apple, Google Play Music und Groove von Microsoft landen daher im Mittelfeld. Auch ganz überraschend ist der letzte Platz für Amazon Prime.

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