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Breitbandatlas: 3,4 Mio. Menschen haben langsames Internet

• 13.02.24 Immer mehr Haushalte bekommen einen schnellen Internet-Zugang mittels Kabel, VDSL oder Glasfaseranschluss. Dabei steigt dann auch der Datenhunger. Allerdings warten in Deutschland noch immer rund 3,4 Millionen Menschen auf einen schnellen Anschluss. Dabei geht es um den Mindestspeed von 50 Mbit/s. So hat dann schon fast jede ländliche LTE/4G Verbindung mehr Datenleistung als eine kabelgebundene Internetverbindung in der Stadt.

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Breitbandatlas: 3,4 Mio. Menschen haben langsames Internet

Dabei sollten schon im Jahr 2018 Deutschland eine flächendeckende Breitbandversorgung mit 50 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) haben. Unter der damaligen CDU-geführten Regierung gab es aber nur Defizite, welche in der derzeitigen Ampelregierung nur weiter verwaltet werden.

Breitbandatlas: 3,4 Mio. Menschen haben langsames Internet
Breitbandatlas: 3,4 Mio. Menschen haben langsames Internet -Bild: Telekom

So hat nun das Branchenportal Verivox laut dem Bundesbreitbandatlas eine Analyse durchgeführt, bei der deutschlandweit knapp 96 Prozent aller Haushalte mit einer Download-Geschwindigkeit von mindestens 50 Mbit/s versorgt sind. Die verbleibenden vier Prozent müssen auf niedrigeren Surfspeed zurückgreifen. Damit sind insgesamt fast 1,7 Millionen Haushalte oder 3,4 Millionen Menschen vom schnellen Internet abgeschnitten.

Wenn man dann die Ausbauquote betrachtet, gibt es ein nüchternes Fazit mit gerade einem einer Verbesserung gegenüber dem Vorjahr um lediglich 2,6 Prozent. Hier kann man davon augehen, dass nur defekte Leitungen durch schnellere Leitungen ersetzt worden sind. Ein Breitbandschub unter der Ampelregierung gibt es damit nicht.

Dabei sind es dann laut Verivox 11.000 Gemeinden in Deutschland, welche nicht ausreichend mit 50 Mbit/s versorgt sind. In 324 dieser Kommunen beträgt die 50-Mbit/s-Abdeckung maximal zehn Prozent. Daavon hat mehr als die Hälfte überhaupt keinen Zugang zu festen Breitbandanschlüssen mit mindestens 50 Mbit/s.

Dabei steigt der Datenbedarf stetig. Während 2022 noch 276 Gigabyte (GB) pro Festnetzanschluss im Monat verbraucht wurden, stieg dieser Wert laut VATM-Analyse im vergangenen Jahr auf 321 GB.

"Schnelles und stabiles Internet sollte als Teil unserer Grundversorgung betrachtet werden, wie Strom und Gas", sagt Verivox-CEO Daniel Puschmann. Und dann weiter in seiner Kritik "Eine digitale Teilhabe ist nicht gewährleistet, wenn ganze Landstriche unterversorgt sind. Noch viel zu oft wird der massiv gestiegene Datenbedarf von einer unzureichenden Infrastruktur ausgebremst.".

Auch rechnet Verivox vor, dass für etliche Haushalte nicht einmal 50 Mbit/s ausreichen. In einer Familie mit schulpflichtigen Kindern und einem Elternteil im Home-Office ist der Datenbedarf schon für die Pflicht-Anwendungen so groß, dass für gleichzeitiges privates Streaming oder Gaming auch mit 50 Mbit/s kaum Bandbreite übrigbleibt.

Vodafone Breitband: Datenhungrige Kabelnutzer schlagen DSL Nutzer

Auch beim Provider Vodafone wächst der Datenhunger. Allein bei Vodafone stieg das im Kabel-Glasfasernetz transportierte Datenvolumen 2023 noch einmal um rund 12 Prozent auf 39,7 Exabyte (39,7 Milliarden Gigabyte). Dabei wurden die meisten Daten immer dann übertragen, wenn große Events, wie beispielsweise die UFEA Champions League per Live-Stream im Internet übertragen wurden.

Dabei fällt die Datennutzung im Kabel- und DSL-Netz unterschiedlich aus. So nutzten Kunden mit einem heimischen Kabel-Internet-Anschluss im Jahr 2023 durchschnittlich 412 Gigabyte Daten pro Monat. Das sind rund 50 Prozent mehr Daten als an DSL-Anschlüssen.

Vodafone Breitband: Datenhungrige Kabelnutzer schlagen DSL Nutzer
Vodafone Breitband: Datenhungrige Kabelnutzer schlagen DSL Nutzer -Screenshot: Vodafone

Dabei wurden auch im Jahr 2023 neue Kabel- Glasfaser-Projekte gestartet. So gab es Über 4.000 Kapazitätserweiterungs- und Segmentierungs-Maßnahmen in den letzten 12 Monaten laut dem Provider. Zeitgleich kam Vodafone mit seinen Projekten zur Errichtung neuer Glasfaser-Infrastrukturen einen großen Schritt voran.

In sieben eigenwirtschaftlichen und geförderten Maßnahmen startete das Unternehmen in diesem Jahr den FTTH-Ausbau für bis zu 213.000 unterversorgte Haushalte. In neun weiteren Projekten wurde der Tiefbau mit bis zu 70.000 neuen Anschlüssen beendet. Und auch das 2023 neu gegründete Glasfaser-Ausbauunternehmen OXG legte los.

In Neuss und Marburg begann der Tiefbau für bis zu 51.500 Haushalte. In weiteren 11 Städten hat OXG neue Infrastruktur-Projekte mit bis zu 280.000 Glasfaser-Anschlüssen bekanntgegeben.

Bundesnetzagentur Breitbandatlas 2023-- Bundesnetzagentur veröffentlicht neue Daten zum Breitband

Die Bundesnetzagentur hatte zuletzt detaillierte Ergebnisse für das letzte Jahr bei den Breitbandmessung veröffentlicht. Nun gibt es einen Zwischenstandsbericht. Dabei hat nun die Bundesnetzagentur im neue Daten zur Festnetzverfügbarkeit veröffentlicht. So lag nach dem Breitbandatlas die Versorgungsquote mit Glasfaser auf Basis von FttH/B-Infrastruktur Ende 2022 bei ca. 25 Prozent der Haushalte.

Dabei können über alle Technologien hinweg mehr als 70 Prozent der Haushalte Gigabitanschlüsse nachfragen, wobei der Großteil auf der Abdeckung mit aufgewerteten HFC-Netzen beruht.

Bundesnetzagentur Jahresbericht: Jahresbericht 20210/2022 zur Breitbandmessung --Weiterhin schlechte Internet-Geschwindigkeit
Bundesnetzagentur Breitbandatlas 2023-- Bundesnetzagentur
veröffentlicht neue Daten zum Breitband -Bild: ©BNetzA

Gängige Geschwindigkeiten, die häufig auch bei Verfügbarkeit von schnelleren Anschlüssen gebucht werden, stehen beinahe flächendeckend zur Verfügung. So sind Anschlüsse mit 50 Mbit/s für ca. 95 Prozent der Haushalte und mit 100 Mbit/s für gut 90 Prozent der Haushalte verfügbar.

Die Aktualisierung der Daten betrifft auch die neue Analyseplattform. Darin werden Breitband- und Ausbauinformationen für Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger von Bund und Ländern dargestellt. Die Analyseplattform ermöglicht mit dem Zugang zur Adressebene weitere Auswertungsmöglichkeiten als der öffentliche Breitbandatlas und ist daher nur ausgewählten Nutzerkreisen vorbehalten. Als jüngste Anwendung des Gigabit-Grundbuchs wurde die Analyseplattform im April in Betrieb genommen.

Gigabit-Grundbuch soll kontinuierlich weiterentwickelt werden

Die Bundesnetzagentur will das Gigabit-Grundbuch kontinuierlich weiterentwickeln. Das betrifft neben Prozessabläufen und der IT-Architektur auch die Datenerfassung und -darstellung. Das Ziel ist die kontinuierliche Verbesserung der Datenbasis.

Von rechtlicher Seite sind mit dem angekündigten Glasfaserausbaubeschleunigungsgesetz einige Anpassungen zu erwarten. Dabei wird es auch darum gehen, die Aspekte Transparenz und Sicherheit in die richtige Balance zu bringen, so die Bundesnetzagentut.

Der Breitbandatlas wurde seit 2005 von verschiedenen Betreibern betreut und immer wieder methodisch weiterentwickelt. Nun erscheint er zum zweiten Mal im Gigabitgrundbuch auf Basis adressgenauer, verpflichtender Datenlieferungen. Erstmals war die Bundesnetzagentur für den gesamten Prozess der Datenerhebung und -aufbereitung verantwortlich.

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