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Chinas 5G Netzabhängigkeit: Bundeswirtschaftsminister Habeck will weiter China-Komponenten in 5G-Netze

• 22.03.23 Beim 5G-Netzausbau in Deutschland wurde auch reichlich Hardware aus China eingesetzt, welche nicht gerade für den Datenschutz und Sicherheit bekannt sind. Als Hauptlieferant wird hier oftmals Huawei und ZTO genannt. Nun gibt es anlasslos einen weiteren Unterstützer mit dem Wirtschaftsminister Robert Habeck (52, Grüne), welcher Huawei nicht aus den deutschen Mobilfunknetzen verbannen will.

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Chinas 5G Netzabhängigkeit: Bundeswirtschaftsminister Habeck will weiter China-Komponenten in 5G-Netze

Zuletzt gab es schon Kritik von Huawei an den Forderungen der Bundesregierung nach einem Einbauverbot, auch ein Netzbetreiber sieht Probleme. Die Mobilfunker hatten bei der 5G Auktion aus dem Jahr 2019 etliche Versorgungsauflagen zu erfüllen. Darunter auch 1.000 funktionierende 5G Stationen und den flächendeckenden 5G Ausbau an Bahn, Autobahnen und wichtige Bundesstrassen.

Chinas 5G Netzabhängigkeit: Bundeswirtschaftsminister Habeck will weiter China-Komponenten in 5G-Netze
Chinas 5G Netzabhängigkeit: Bundeswirtschaftsminister Habeck will weiter
China-Komponenten in 5G-Netze -Bild: © Vodafone

So gibt es einen Bericht vom Handelsblatt an den Wirtschaftsausschuss des Bundestags, in welchem es heisst: "Sofern umfangreiche Umrüstungen aufgrund getroffener Untersagungen oder Anordnungen erforderlich werden, ist von erheblichen Auswirkungen auf den Betrieb der Mobilfunknetze und die Erfüllung von Versorgungsauflagen auszugehen".. Und weiter kommt es aus dem Ministerium: "Die Auswirkungen auf andere Bereiche der deutschen Wirtschaft können aktuell nicht verlässlich abgeschätzt werden.".

Nach Bundesregierung Verbots-Forderungen bei chinesischen Komponenten gibt es Kritik

Beim Einbau von chinesischen Komponenten in sicherheitsrelevanten System muss man immer hellhörig werden. Schon unter der Trump Regierung im Jahr 2019 gab es einen US Bann gegen Huawei. Auch damals hatte Google offiziell die Android Lizenz den Huawei Smartphones entzogen. Dabei gab es auch keine Hardware-Unterstützung von seiten der US-Hersteller.

Nun ließ Chinas Regierung über ihre Botschaft in Berlin verlauten, dass sie "sehr verwundert und sehr unzufrieden mit der überstürzten Entscheidung" ist. Zur Erinnerung, die Vorwürfe stammen schon aus dem Jahr 2019. Auch hatte Großbritannien ab dem September 2021 den Einbau von 5G-Ausrüstung von Huawei verboten.

So sagte dann ein Sprecher von Huawei, dass man "stets objektiv und sachlich" über sinnvolle Maßnahmen sprechen sollte. "Beschränkungen eines stets verlässlichen Herstellers mit sehr guter Sicherheitsbilanz gehören aber sicher nicht dazu, Infrastrukturen sicherer zu machen." so Huawei weiter. Immerhin könnte es sein, dass Huawei sich auch juristisch gegen ein mögliches Verbot seiner Produkte wehren könnte. Diese Möglichkeit wird nach den Bundesregierung Berichten nicht ausgeschlossen.

Auch beim Netzbetreiber Telefónica ist man nicht von den Forderungen angetan und will eine Regelung für Schadensersatz. Dabei sollen Branchenkenner befürchten, dass die Bundesregierung in jedem Fall den Ausbau der Bauteile fordern wird. Diese Forderung wird dann wohl damit begründet sein, dass Huawei als Unternehmen unter Einfluss der chinesischen Regierung nicht vertrauenswürdig ist.

So hatte zuletzt das Oberverwaltungsgericht in NRW bestätigt, dass das Bundesamt vor der Antiviren Software Kaspersky warnen darf. Diese Warnung wurde zum Zeitpunkt des Angriffskrieges gegen die Ukraine ausgerufen, da Kaspersky als russisches Unternehmen dem Einfluss von Russland unterliegt.

Telefonica betont, dass der Ausbau der Huawei Technik ein "Funknetz-Alptraum" wäre, welchen auch die Verbraucher zu spüren bekommen könnten: "Die Netzqualität würde dann sinken.".

Immerhin gibt es mit 1&1 einen Unterstützer der Forderungen. Dieser hatte damit begonnen sein 5G Netz mit der OpenRan Technologie aufzubauen. Dabei ist man beim Ausbau des Mobilfunknetzes unabhängig von chinesischen Anbietern wie Huawei oder ZTE, teilte das Unternehmen in einer Stellungnahme mit.

So hatte 1&1 zu Beginn unter anderem Server von DELL und Supermicro, Router von Cisco, Software von Mavenir und Altiostar sowie Antennen von NEC und CCI eingesetzt. Laut dem Anbieter erfüllt das 1&1 Open RAN die Sicherheits-Empfehlungen der im Auftrag des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) erstellten Open-RAN-Risikoanalyse in allen Punkten und es besteht ein regelmäßiger Austausch mit der Behörde.

Bundesregierung mit Bedenken von chinesischen Komponenten beim 5G Netzausbau

So will die Bundesregierung beim Ausbau des 5G-Netzes offenbar den Einsatz von einigen Komponenten chinesischer Hersteller untersagen, wie der NDR und WDR erfuhren. Damit würde erstmals in Deutschland ein Bann gegen chinesische Hardware ausgesprochen. Auch hatte Großbritannien ab dem September 2021 den Einbau von 5G-Ausrüstung von Huawei verboten.

So sollen das Bundesinnenministerium mit Bezug auf aktuelle Prüfungen davon ausgehen, dass bereits im Sommer Untersagungen ausgesprochen werden könnten. Die Koalitionspartner sollen sich über das Vorgehen einig sein, berichtet die Tageschau.

Dabei wurden Sechs Anträge für den Einsatz im 5G-Netz seit dem Jahr 2021 positiv beschieden worden sein. Diese Anträge betreffen offenbar 100 Einzelkomponenten. Nun will man zwei weitere Anträge aber genauer prüfen. Es soll zum Beispiel aufgefallen sein, dass Anbieter per Update 4G-Bestandteile quasi durch die Hintertür für das 5G-Netz nutzbar machen wollten, so die Berichte.

Die Folgen des Verbotes würden dann die Netzbetreiber wie Telekom, Vodafone und Telefónica treffen, welche das 5G-Netz mit Ausrüstern wie Huawei und ZTE betreiben. Als Alternative gibt es dann Ericsson oder Nokia. Ein solcher Austausch wird aber als aufwendig und teuer bezeichnet.

Der vierte 5G Netzbetreiber 1&1 setzt dabei auf die OpenRAN-Technologie. Bei der OpenRAN-Technologie gibt es nicht nur einen einzigen Netzausrüster und es wird eine vollständig, cloud-basierte, herstellerunabhängige Netzarchitektur geben.

Huawei gerät immer wieder in die Kritik --Niederlande im KPN Netz ausspioniert?

Ob der Netzausrüster Huawei eine Rolle beim 5G LTE Netzausbau in Europa spielte, war im Jahr 2021 eine entscheidende Frage in Europa. So hatte Huawei weltweit aktuell bereits mehr als 1000 Verträge im Bereich von industriellen 5G-Applikationen in mehr als 20 unterschiedlichen Industriebranchen abgeschlossen. Dann kamen zuletzt neue Beweise der Spionage aus den Anzeige Niederlanden. Dabei geht es um den Vorwurf das KPN Netz seit dem Jahr 2010 ausspioniert zu haben. Dabei konnten auch Minister Gespräche belauscht werden. In Deutschlands Regierung war man wohl bislang sorgloser mit dem Umgang von Huawei bei der Sicherheit im 5G Netz trotz der Berichte.

Nachdem Huawei zuletzt arg in die Kritik geraten ist, wie wir zum Beispiel über das Belauschen in den Niederlanden berichteten, vermeldet Vodafone eine Vertragsunterzeichnung mit Ericsson. Hier geht man dann auch wohl auch andere Wege.

5G Versorgungsauflagen: Bundesnetzagentur prüft Versorgungsauflagen aus der Auktion 2019

Wenn es um den 5G Netzausbau geht, kann man sich derzeit auf das Mobilfunkmonitoring der Bundesnetzagentur verlassen. Dieses steht online zur Verfügung. Daher dürfte es spannend werden, wie die Bundesnetzagentur entscheidet. Immerhin vertrauten die Verbraucher und die Wirtschaft auf die vertragliche Erfüllung der 5G Mobilfunkauflagen. Der Schaden liegt erst mal deutlich bei der Wirtschaft und den Kunden. Immerhin zahlen Kunden deutlich mehr für 5G Mobilfunkverträge als für das langsame LTE und geplante 5G Mobilfunkstrecken stehen nicht immer zur Verfügung. Da dieses Spiel schon bei der LTE Auktion aus dem Jahr 2015 betrieben wurden, haben einige Politiker in der Vergangenheit auch von Betrug gesprochen, wie zum Beispiel der Beirat der Bundesnetzagentur.

5G Versorgungsauflagen: Bundesnetzagentur prüft Versorgungsauflagen aus der 5G Auktion 2019
1&1 5G Netzausbau: Vierte Mobilfunknetz bekommt neuen Partner für Netzausbau
-Screenshot: Bundesnetzagentur

So liegen nun der Bundesnetzagentur laut einer Pressemitteilung die Berichte zur Erfüllung der Versorgungsauflagen aus der Versteigerung 2019 vor. Die Bundesnetzagentur überprüft diese Angaben nun.

"Wir prüfen die Berichte sehr genau und werden auch vor Ort Messungen vornehmen, ob die gemeldete Versorgung tatsächlich vorhanden ist. Wenn die Auflagen nicht erfüllt sind, werden wir alle verfügbaren Sanktionen ergreifen", sagt Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur.

1&1 5G Netzausbau: 1&1 betreibt erstes OpenRAN Mobilfunknetz im Kundenbetrieb in Deutschland

Bei 1&1 geht es mit dem 5G Netzausbau nur langsam voran, immerhin sind die Mitkonkurrenten schon fleissig am 5G Netz am Ausbauen. Dabei liefen laut der Bundesnetzagentur gegen Jahresende die ersten Fristen für den 5G Netzausbau aus. So hatte 1&1 am 28.Dezember in Frankfurt und Karlsruhe die ersten 5G Stationen in Betrieb genommen. Dabei handelt es sich -in Deutschland und Europa erstmalig- um ein OpenRan System. Dieses ist ein echtes Highspeed-5G durch Gigabit-Antennen realisiert, welches direkt an der Glasfaser angeschlossen ist.

So hat nach Japan und den USA am 28. Dezember 2022 auch in Deutschland der Mobilfunkbetreiber 1&1 ein neuartiges OpenRAN-Mobilfunknetz in Betrieb genommen. Dabei wurde weltweit zum ersten Mal ein rein cloudbasiertes OpenRAN direkt mit 4G- und 5G-Funktechnik in Betrieb genommen.

1&1 5G Netzausbau: 1&1 betreibt erstes OpenRAN im Kundenbetrieb in Deutschland
1&1 5G Netzausbau: 1&1 betreibt erstes OpenRAN Mobilfunknetz im Kundenbetrieb in Deutschland
-Bild: 1&1

Bei der OpenRAN-Technologie handelt es sich um eine offene, standardisierte Schnittstelle, welche die Kombination von Komponenten beliebiger Hersteller erlaubt. Damit soll man unabhängig von den Innovationszyklen eines bestimmten Ausrüsters sein.

So nutzt 1&1 zum Start Server von DELL und Supermicro, Router von Cisco, Software von Rakuten, Mavenir und Altiostar sowie Antennen von NEC und Communications Components (CCI). Somit verzichtet 1&1 laut eigenen Angaben als einziger Mobilfunk-Netzbetreiber in Deutschland auf Antennen von Huawei.

"Mit der Inbetriebnahme unseres OpenRAN-Netzwerks sind wir Pioniere, die nun in Deutschland den Beleg für das Funktionieren der weltweit modernsten Netztechnik liefern", freut sich Ralph Dommermuth, Vorstandsvorsitzender der 1&1 AG, über den Beginn der Netzstart-Phase.

In deren Rahmen werden, neben den ersten drei Antennenstandorten in Frankfurt am Main und Karlsruhe, in den nächsten Wochen weitere 50 bereits fertiggestellte Funkmasten in Städten wie Hamburg, Essen, Düsseldorf, Wiesbaden, Mainz, München und Freiburg sukzessive in Betrieb genommen.

Dabei werden die 1&1-Funkmasten stets mit Gigabit-Antennen ausgestattet und ausschließlich per Glasfaser an regionale Edge-Rechenzentren angeschlossen, in denen Standard-Server laufen.

Ferner sorgen geringe Abstände zwischen den Antennen und Edge-Rechenzentren für sehr kurze Datenlaufzeiten und Echtzeitfähigkeit im gesamten Netz.

Oftmals betreiben die Anbieter auch nur 5G DSS statt reines 5G. Dabei werden die vorhandenen 4G-Antennnen lediglich durch Software-Updates ohne Leistungssteigerung auf den 5G-Funkstandard umgerüstet. Bei den 1&1 findet dieses nicht statt. Dazu muss man aber sagen, dass 1&1 auch keine 4G Mobilfunklizenzen hat und erst mit der 5G Auktion als Mobilfunker in dem engen Markt mit nur 3 Mobilfunkern eingestiegen ist. Die wirtschaftliche Last von 1&1 ist daher enorm, die hier zu tragen ist. Die Mitkonkurrenten können bislang auf bestehende Mobilfunkstandorte zugreifen und zusätzliche Antennen am Sender aufbauen.

Als Grund für die Verzögerungen beim 5G Start nennt 1&1 den Grund: "Nachdem es im letzten Jahr überraschend zu Lieferverzögerungen beim wichtigsten 1&1-Ausbaupartner kam, hat 1&1 seinen Rollout-Prozess neu aufgesetzt und erwartet nunmehr einen kontinuierlichen Zulauf neuer Antennenstandorte.". Und weiter: "Momentan befinden sich 235 Standorte parallel im Bau, im Jahresverlauf soll das erste Zwischenziel von 1.000 Funkmasten erreicht werden.".

Dazu ergänzt Ralph Dommermuth "Trotz Verzögerungen in den letzten Monaten wollen wir unsere bis Ende 2030 bestehende Versorgungsverpflichtung von 50 Prozent aller Haushalte weiterhin frühzeitig erfüllen". So will man ferner 12.600 Funkmasten und über 500 regionale Rechenzentren in Betrieb nehmen.

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