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Merkelphone Hersteller: Smartphone war sicher --Partei-Handy wurde abgehört

• 25.10.13 Bei dem Abhörskandal von dem Smartphone der Kanzlerin Merkel durch die NSA mischt sich nun auch ein Hersteller der Merkelphones ein. Der Hersteller Secusmart GmbH liefert Kanzler-Handys auf Basis eines Blackberrys.

Der Hersteller bezeichnet seine Smartphones als sicher und bringt das Partei

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Handy von Angela Merkel ins Spiel. Die sichere Kommunikation innerhalb der Regierung ist nicht betroffen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hatte nach Evaluierung und nach erfolgreichen Testbetrieb der Secusmart Lösung SecuSUITE for BlackBerry 10 für die Geheimhaltungsstufe VS-NfD mit ihrer vorläufigen Zulassung bereits ihr Vertrauen ausgesprochen. Secusmart wurde als einziger Lösung Sprach- und Datensicherheit bestätigt.

Die Verschlüsselung beim Smartphone beruht auf der Secusmart Security Card, eine Micro SD Karte mit integriertem SmartCard Chip. Dieser Miniatur Kryptoprozessor sorgt im Handy für die Verschlüsselung von Sprache und Daten sowie die Authentifizierung der Gesprächsteilnehmer.

Die AES Verschlüsselung auf der Secusmart Security Card beträgt allerdings nur 128-Bit. Mittels verfügbare schneller Computer-Hardware können die langen Schlüssel möglicherweise geknackt werden. Ein 128 Bit Schlüssel ist also schon längst nicht mehr Stand der Dinge und Sicherheit. Sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik empfiehlt eine AES 256 Bit Verschlüsselung in seinen Sicherheitsstandarts.

Um hier nun möglicherweise durch die zu kleine Schlüssellänge ein erfolgreicher Angriff gemacht worden ist, darf spekuliert werden. Ein weiterer erfolgreicher Angriff auf Blackberry Smartphones ist aber durch die Blackberry Hardware selbst möglich. Immerhin wird die Technologie und Sicherheitstechnik bei einem US Unternehmen entwickelt, dieses liefert die Technik dann an Blackberry mit Sitz in Kanada. Mittlerweile kann kein US Unternehmen mehr für die Sicherheit ihrer Daten vor den Augen der NSA bürgen, da Gerichte den Zugriff auf Daten jeglicher Art erlauben.

Die Sicherheitsexperten kritisieren die Technik von Blackberry daher schon seit langem. Es wird die Technologien in den USA entwickelt, die damit vollständig der US-Exportkontrolle unterliegt. Besonders erschreckend aber ist, dass die NSA offenbar die von Blackberry für die Kryptografie verwendete Technologie nicht nur knacken kann, sondern über das Blackberry-Tochterunternehmen Certicom sogar lizenzieren ließ, so die Kritiker.

Wer als ein Blackberry Smartphone nutzt, kann davon ausgehen, dass die NSA in der Lage ist, zu lauschen. Daher ist der Einsatz von Blackberrys in Unternehmen und sicherheitsrelevanten Kreisen ein Sicherheitsrisiko.


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