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SH-Bildungsministerin Prien Skandal: Twitter Konto nach Shit-Storm vorerst Offline

• 14.02.22 Die SH-Bildungsministerin Prien ist bekannt für ihre wechselhaften Einstellungen. Zuletzt verweigerte die Prien Lüftungsgeräte in den Schulen einzubauen, keine 48 Stunden gab es die Kehrtwende, weil der Bund die Kosten für die mobilen Lüfter übernahm. Dumm nur, dass es in SH keine mobilen Lüfter in ausreichenden Mengen gab. Auch hatte SH-Bildungsministerin
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Prien jahrelang die Digitalisierung in den Schulen verschlafen, so die Kritik von Eltern und Lehrern. Nun werfen ihr Twitter Nutzer Empathielosigkeit beim Umgang von Schulkindern vor, daraufhin hat Karin Prien ihr Twitter Konto Offline genommen.

SH-Bildungsministerin Prien Skandal: Twitter Konto nach Shit-Storm vorerst Offline

Ihr Twitter Konto hat SH-Bildungsministerin Karin Prien am Sonntag abgeschaltet. Nur noch das Konto findet man, aber es sind alle Einträge gelöscht. So sieht das demokratische Verständnis bei einer Kritik bei einer SH-Bildungsministerin Karin Prien aus?.

SH-Bildungsministerin Prien Skandal: Twitter Konto nach Shit-Storm vorerst Offline
SH-Bildungsministerin Prien Skandal: Twitter Konto nach
Shit-Storm vorerst Offline -Bild: © schleswig-holstein.de

Dabei ging es am Wochenende bei Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hoch her. Dabei ging Prien empathielos auf einen Twitter-Nutzer mit der Aussage los. "Bitte differenzieren: Kinder sterben. Das ist extrem tragisch. Aber sie sterben mit Covid-19 und nur extrem selten wegen Covid-19.". Dann warfen ihr Kritiker unter dem Stichwort #Prienruecktritt viele Twitter-Nutzer vor, sie würde die Gefahr des Coronavirus für Schülerinnen und Schüler verharmlosen, auch "menschenverachtend" wurde genannt. Daher gab es dann auch Rücktrittsforderungen.

Immerhin hat die amtierende Ministerin auf eine Frau reagiert, welche sich in ihren persönlichen Angaben als Pädagogin und Leseratte vorstellte. Dabei hatte diese am 11. Februar mit Bezug auf Priens Äußerungen in der Talkshow von Markus Lanz geschrieben hatte: "Wir haben in den letzten 4 Wochen 17 tote Kinder gehabt. 17 - in vier Wo­chen. Und es geht immer schneller. Bis Oktober 21 hatten wir 27 tote Kinder, seit Oktober 38. Also in 4,5 Monaten mehr als in 18 Monaten. Insgesamt sind 65 Kinder verstorben. Fünfundsechzig.". Als Grundlage dieses Zahlenmaterials konnten Journalisten das RKI ausfindig machen, welches wöchentliche Fallzahlen von allen Altersgruppen aufführt.

Ein Sturm der Entrüstung im Internet folgte, nun hat Prien ihren Twitter-Account vorläufig deaktiviert. "Ich nehme mir einige Wochen Zeit, um darüber nachzudenken, ob und wie ich Twitter als Medium weiter zur Kommunikation nutze".

In der Vergangenheit war die SH-Bildungsministerin Prien immer schon robust im Umgang mit ihren Kritikern bei Twitter umgegangen, auch Eltern waren betroffen, dabei hatte sie sogar in der Spitze Lehrer mit Vorerkrankungen mit Hilfe des Gerichts wieder in das Klassenzimmer gezerrt. Schon damals warf man ihr Empathielosigkeit vor. Es war im übrigen das einzige Bundesland, dass diese Methode anwandte, in anderen Bundesländern kommunizierte man mit dem Lehrkörper.

Mißachtung der Pressefreiheit durch Prien

Der neuerliche Fall von Karin Prien wirft nun erhebliche Zweifel auf ihr Demokratieverständnis und rechtsstaatliche Einstellung zu den Grundprinzipien vor. Auch hätte unsere Redaktion gerne den original Tweet bei Karin Prien am Montag gelesen, welcher zum Shit-Storm führte, aber dieser wurde von der amtierenden SH-Bildungsministerin Prien gelöscht. Daher gibt es nun keinen Zugriff mehr auf die Quelle. Hier sieht der Chefredakteur vom Redaktionsnetzwerk Tarifrechner und Informatiker, Dipl. Inform. Martin Kopka eine Mißachtung der Pressefreiheit vor.

Auch kann nicht ausgeschlossen werden, dass es hier zu Rechtsverstössen bei den Tweets gekommen ist, egal von wem. Hier liegt dann das Unterdrücken von Beweismitteln nach § 258 StGB vor. Prien ist ausgebildete Rechtsanwältin. Der Paragraf lautet: (1) Wer absichtlich oder wissentlich ganz oder zum Teil vereitelt, daß ein anderer dem Strafgesetz gemäß wegen einer rechtswidrigen Tat bestraft oder einer Maßnahme (§ 11 Abs. ... (4) Der Versuch ist strafbar.

Zynische Worte einer Ministerin

Daher sahen in den Äußerungen der Ministerin viele zynische Worte. Besonders für Angehörige, die in der Pandemie ein Kind verloren hätten oder deren Kinder zu einer Risikogruppe gehörten. So gab es in der kürze der Zeit über 4900 Reaktionen.

Wohl der Grund für die Abschaltung war dann ein Kommentar, wo ein Twitter User Karin Prien vorwarf, Kinder in wertes und unwertes Leben einzuteilen, was als Mutter und angesichts ihrer jüdischen Vorfahren "grotesk" sei. Prien reagierte betroffen ob dieser Schmähung: "Vor allem meinen Kindern würde ich diese Ungeheuerlichkeit gerne ersparen. Ich stecke als Politikerin viel weg, aber das ist ein echter Tiefpunkt.".

Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit ersten Laptops für Schulen --Jahrelang geschlafen!

Bislang haben sich die Schulen oftmals in Eigeninitiative um die Digitalisierung bemüht. Dabei haben die Eltern auch die Kosten für die Digitalisierung bezahlt. Allerdings kann sich nicht jede Familie einmalige Kosten von über 1.000 Euro für ein Laptop und Tablet PC leisten.

Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit ersten Laptops für Schulen --Jahrelang geschlafen!
Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit ersten Laptops
für Schulen --Jahrelang geschlafen! -Bild: © PublicDomainPictures ((Pixabay-Lizenz)/ pixabay.com

Nun stellt die SH Landesregierung erstmals Laptops und auch Administration, Support, Wartung, Vor-Ort-Service und die Ersatzbeschaffung von Geräten. Dieses wird zentral durch das Land sichergestellt. Seit Anfang Juni konnten die Schulen ihre Bestellungen aufgeben, jetzt werden die ersten Geräte ausgeliefert.

"In den vergangenen Monaten haben wir die Digitalisierung unserer Schulen in großen Schritten vorangetrieben. Das war und ist ein unglaublicher Kraftakt", sagte Ministerin Prien. Sie hob außerdem hervor, dass es gelungen sei, erstmals eine flächendeckende und nachhaltige Strategie auf den Weg zu bringen, bei auch der Support, Wartung und Ersatzbeschaffung gesichert seien.

Bis zum Jahr 2024 werden rund 30 Millionen Euro für die Beschaffung der digitalen Endgeräte für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein bereitgestellt, weitere 11 bis 15 Millionen Euro kommen pro Jahr für die Administration und den Support hinzu. Aus dem Digitalpakt des Bundes kommen 17 Millionen Euro für das Projekt, den Rest trägt das Land.

Die Schulen können wählen zwischen vier Modellen (MMS Surface, zwei Modelle von HP-Notebooks und iPad). Schulleitung und Kollegium treffen unter Beteiligung des örtlichen Personalrats die Auswahl, wobei der Medienentwicklungsplan und das Ausstattungsprofil der einzelnen Schule beachtet werden müssen. Außerdem muss der Schulträger in die Beschaffung eingebunden werden. Anschließend können die Geräte dann über ein Online-Formular direkt bei Dataport bestellt werden.

Aktuell haben bereits 152 Schulen ihre Bestellungen abgegeben und 4.353 Geräte für Lehrkräfte aller Schularbeiten bestellt, die jetzt nach und nach ausgeliefert werden. Die Geräte sind vorkonfiguriert und es wird eine kurze Handreichung für die Inbetriebnahme bereitgestellt.

Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit Inzidenz-Sprünge beim Schulbesuch

Der Lockdown hat auch viele Eltern von schulpflichtigen getroffen. Dabei gehen die gehen die Eltern schulpflichtiger Kinder hart mit den Schulen ins Gericht und haben zuletzt die Schulnote "mangelhaft" für die Schulen vergeben. Auch soll die Digitalisierung der Schulen beschleunigt werden, so dass Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom. Nun hatte zuletzt die Bildungsministerin Prien aus Schleswig Holstein vor dem Sommer die Inzidenzen vom Schulbesuch abhängig gemacht, trotz fehlender digitaler Schulausrüstung.

Die Bildungsministerin Karin Prien hatte vor dem Sommer die Inzidenzen als Messlatte für den Schulbesuch genommen. Dabei sind die Regeln nicht einfach, man muss vielleicht auch schon mal Abitur haben, um die Regeln einzuhalten, so die Kritik der Eltern an die Neufassung beim Schulbesuch. Aber ohne Schulbesuch auch kein Abitur.

Allerdings haben viele Wissenschaftler und auch Politiker zuletzt das starre Festhalten an Inzidenzen kritisiert, da Testungen und Mitteilungen durch die Gesundheitsämter variieren und daher die Inzidenz kein Maßstab mehr ist. Auch die Nachbarländer in Europa betrachten mehr die Auslastung der Intensivbetten, und öffnen nun zum Beispiel Schulen, Läden, Parks, Kinos, Restaurants und Hotels, obwohl die Inzidenzen gegenüber Deutschland deutlich höher sind.

Schulbesuch Ja oder Nein?

Daher regelte vor den Sommerferien der Corona-Reaktionsplan der Landesregierung "..dass nach drei Tagen über einer 50er oder 100er Inzidenz zum übernächsten Tag entsprechend zwischen Präsenz- und Wechselunterricht beziehungsweise zwischen Wechselunterricht und Lernen auf Distanz bei einer Inzidenz über 100 gewechselt werden soll. Wenn der Inzidenzwert sinkt, werde nach 5 Tagen unterhalb der jeweiligen Schwelle zum übernächsten Tag entsprechend gewechselt."

Und bei einer Inzidenz unter 50 gilt dann "..dass alle Schülerinnen und Schüler der Grundschulen und der weiterführenden Schulen in Präsenz unterrichtet werden. Ab einer Inzidenz von 50 gilt, dass Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1-6 im Präsenzbetrieb und die Schülerinnen und Schüler ab Stufe 7 im Wechselunterricht sind".

Hiervon könne im Einzelfall nach Abstimmung mit dem örtlichen Gesundheitsamt dahingehend abgewichen werden, dass auch für die Jahrgangsstufen 1-6 Wechselunterricht stattfindet.

Aber an berufsbildenden Schulen entscheidet die zuständige Schulleitung mit Rücksicht auf die schulorganisatorischen Erfordernisse über den Umfang der Präsenzangebote. Für die berufsbildenden Schulen und RBZ ist die Regionalität der Inzidenzen für einzelne Kreise ein nicht ausreichendes Kriterium, da das Einzugsgebiet aller berufsbildenden Schulen Kreis bzw. Stadtgrenzen häufig sogar die Landesgrenzen überschreitet.

Es gibt also viele Regeln und auch wieder viele Ausnahmen. Dass starre Festhalten an Inzidenz Werte kann also auch abstruse Verhaltensmaßnahmen nach sich ziehen. Das man daher auch in Schleswig Holstein an der Digitalisierung der Schulen gescheitert ist, ist verständlich, da Schulen ein Digitalisierungs-Konzept einreichen müssen. Dafür haben Schulleiter in der Regel keine Zeit, so die Kritik.

Tatort Corona Lockdown Schule: Eltern fordern schnellere Digitalisierung der Schulen

Immerhin wollen 77 Prozent der Eltern die Digitalisierung der Schulen, diese geht ihnen auch zu langsam voran, und 40 Prozent sind der Meinung, es "sogar viel zu langsam".

>Tatort Corona Lockdown Schule: Eltern fordern schnellere Digitalisierung der Schulen
>Tatort Corona Lockdown Schule: Eltern fordern schnellere Digitalisierung der Schulen
-Abbildung: (Pixabay.com-Lizenz)/ pixabay.com

Der Digitalisierung steht die große Mehrheit grundsätzlich positiv gegenüber. 85 Prozent beurteilen sie als Chance für die Schulen. Demgegenüber sehen nur 10 Prozent darin ein Risiko. Beim Blick auf die Schulen ihrer Kinder sehen die meisten Eltern großen Nachholbedarf.

83 Prozent fordern, verstärkt in die IT und Ausstattung mit digitalen Endgeräten zu investieren Die Eltern vergeben für die Ausstattung mit digitalen Endgeräten auf der Schulnotenskala im Durchschnitt eine 3- (3,4 - "befriedigend"). Ebenfalls "befriedigend" (3,2) lautet das Urteil zur Verfügbarkeit eines Internetzugangs. Jeweils mit einer 4+ ("ausreichend") werden die Schulen bei der Verfügbarkeit von W-Lan in Klassenräumen (3,5), dem Zustand der digitalen Endgeräte (3,6) und der Hilfe bei IT-Problemen (3,6) bewertet.

Von der Politik fordern Eltern mehr Zentralisierung. 78 Prozent sehen den Föderalismus als Bremsklotz für die Digitalisierung der Schulen. 69 Prozent befürworten, dass der Bund mehr Entscheidungskompetenzen in der Bildungspolitik haben sollte.

"Die Eltern zeichnen ein eher ernüchterndes Bild von der Digitalisierung der Schulen und erwarten, dass das Tempo angezogen wird. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in vielen Bereichen massiv beschleunigt, und diese Beschleunigung brauchen wir auch in den Schulen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Und weiter "Eltern von Schulkindern sind in der Corona-Pandemie ohnehin mehrfach belastet. Funktioniert der digitale Unterricht nicht, müssen Eltern neben allem anderen auch noch Hilfslehrkräfte spielen..

Digitales Lernen in den meisten Haushalten Standard

Dabei ist digitales Lernen in den meisten Haushalten Standard. 78 Prozent der Kinder benutzen täglich ein digitales Endgerät im Zusammenhang mit dem Lernen oder der Vorbereitung für die Schule. Bei weiteren 16 Prozent wird zwar grundsätzlich auch digital gelernt, aber nicht täglich. 4 Prozent der Eltern geben an, dass gar nicht mit digitalen Endgeräten gelernt wird. Die durchschnittliche Bildschirmlernzeit beträgt 4 Stunden und 20 Minuten täglich.

In nur 63 Prozent der Elternhäuser steht den Schülerinnen und Schülern ein eigenes digitales Endgerät zur Verfügung. In jedem fünften Elternhaus können Kinder ein Gerät der Eltern nutzen. In 7 Prozent der Elternhäuser teilen sich mehrere Kinder ein eigenes Gerät. In 4 Prozent der Elternhäuser wird ein von der Schule gestelltes Gerät genutzt. Als Gerätekategorie sind Notebooks sind besonders populär, die in 65 Prozent der Fälle für Schulaufgaben zum Einsatz kommen.

Digitaler Unterricht in neun von zehn Elternhäusern

Während coronabedingter Schulschließungen haben digitale Unterrichtsangebote neun von zehn Elternhäuser (91 Prozent) erreicht. Dazu zählen Videokonferenzen mit 83 Prozent, Online-Präsenzunterricht mit 77 Prozent und Lernplattformen mit 65 Prozent.

Jedes dritte Elternhaus hatte den Fall, dass Aufgaben oder Dokumente aus der Schule abgeholt werden mussten. Bei 8 Prozent wurden Unterrichtsmaterialien per Post zugesandt. Spezielle Apps zum mobilen und individuellen Lernen sind demgegenüber noch kein Standard, kommen aber immerhin in 44 Prozent der Elternhäuser zum Einsatz. Nur 4 Prozent der Eltern sagen, dass Lehrkräfte solche Apps an allen Unterrichtstagen einsetzen. Bei 28 Prozent ist es regelmäßig, aber nicht an allen Unterrichtstagen. Bei 30 Prozent werden Lern-Apps nur in Ausnahmefällen und bei 29 Prozent nie eingesetzt.

Lehrkräfte kommunizieren am liebsten per E-Mail und am Telefon

Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit Eltern in Kontakt treten, geschieht dies überwiegend über traditionelle Kommunikationsmittel. So kommunizieren 71 Prozent der Eltern per E-Mail mit Lehrkräften. Gut die Hälfte greifen dafür zum Telefonhörer. Erst dahinter rangieren neuere digitale Kommunikationsmittel wie eine schulinterne Online-Plattform, Messenger, Soziale Netzwerke und Videotelefonie.

Tatort Corona Lockdown Schule: Corona-Note mangelhaft von den Eltern

Wichtig ist für eine große Mehrheit der Eltern, dass die Digitalisierung der Schulen entschieden und schnell vorangeht und die technische Ausstattungen verbessert werden.

Dazu gehören Lernmittel und Lehrpläne zu modernisieren und Lehrer entsprechend weiterzubilden. Dem Bund sollte bei der Digitalisierung der Bildung nach mehrheitlicher Ansicht eine sehr viel größere Verantwortung zugestanden werden als bisher, so der Branchenverband.

Bei der Umfrage wurden 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt, darunter 269 Eltern schulpflichtiger Kinder befragt.

"Die Corona-Krise hat unser Bildungssystem vor eine Zerreißprobe gestellt. Bei vielen Bürgern wurde massiv Vertrauen verspielt, weil Unterricht zu oft ersatzlos gestrichen wurde und viele Schulen nicht in der Lage waren, die ihnen anvertrauten Schüler auch nur ansatzweise zu betreuen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Die massiven Verunsicherungen durch Behörden und Datenschutzbeauftragte haben dann auch noch die digitalen Vorreiter unter den Schulen und Lehrkräften ausgebremst. Corona ist der Startschuss für die Digitalisierung der Schulen. Jetzt heißt es, die Digitalisierung der Schulen von Null auf Hundert zu beschleunigen und das von jetzt auf gleich..

Home-Schooling gehört für jeden Zweiten zur neuen Normalität

Nach Einschätzung von Eltern wie auch der Gesamtbevölkerung ist an den meisten Schulen der Wechsel ins virtuelle Klassenzimmer nicht geglückt. Als gerade noch "ausreichend" wird der Stand der digitalen Bildung in Deutschland bewertet, etwa wenn es um Geräteausstattung, Internetanbindung und digitale Unterrichtsinhalte der Schulen geht.

Für die Digitalisierung der Schulen im Durchschnitt gab es die Schulnote 4,2, Versetzung gefährdet. Die Corona-Krise hat den Digitalisierungsdruck auf die Schulen massiv erhöht. So sind 89 Prozent der Eltern der Ansicht, dass die Pandemie die Defizite bei der Digitalisierung der Schulen schonungslos offengelegt hat.

Etwa ebenso viele Eltern fordern, dass alle Schulen in die Lage versetzt werden sollten, noch in diesem Schuljahr per Home-Schooling zu unterrichten. Für jeden Zweiten soll das auch zur neuen Normalität werden.

Bis zum Ende der Pandemie sollten Schulen für 20 Prozent der Eltern am besten ganz geschlossen bleiben und es sollte ausschließlich per Home-Schooling unterrichtet werden.

Für den Aufbruch in die digitale Zukunft brauchen Schulen Infrastruktur, entsprechende Inhalte und pädagogische Konzepte und digital kompetente Lehrer. Was IT-Fragen betrifft, hat die Verbesserung der technischen Ausstattung der Schulen höchste Priorität, um die Digitalisierung der Schulen voranzubringen.

Zur Digitalisierung der Schulen schlägt der Bitkom die flächendeckende Einrichtung von Smart Schools vor. Smart Schools sind digitale Vorreiterschulen und gründen sich auf die drei Säulen Infrastruktur, pädagogische Konzepte und Inhalte sowie digital kompetente Lehrkräfte.

Überall im Bundesgebiet gibt es bereits exzellente digitale Schulen, die vom Bitkom in einem jährlich stattfindenden Wettbewerb ausgezeichnet werden. Die Entscheidung trifft eine renommierte Jury auf Grundlage der eingereichten Digitalisierungskonzepte. Derzeit gibt es 61 Smart Schools in öffentlicher wie freier Trägerschaft in Deutschland.

Digitale Klassen sind noch selten im Einsatz

Die Mehrheit der Lehrer steht digitalen Medien aufgeschlossen gegenüber und würde diese auch gerne häufiger im Unterricht einsetzen. Allerdings fehlt es in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Auch wünschen sich viele Lehrer eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen.

Der neue Digitalpakt zur Digitalisierung der Schulen, für den die Politik gerade den Weg frei gemacht hat, stößt in der Lehrerschaft auf breite Zustimmung, geht vielen aber noch nicht weit genug. Denn fast alle Lehrer sehen Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken, so die Ergebnisse einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom bei 503 Lehrern.

So würden 54 Prozent der Lehrer gerne häufiger digitale Medien einsetzen. Größtes Hemmnis ist oft die fehlende Technik. 58 Prozent sagen, dass es an den nötigen Geräten für die Nutzung im Unterricht mangelt. Dahinter folgt die Sorge, dass die Technik im Unterricht versagt mit 36 Prozent. Auch ein fehlendes pädagogisches Konzept bei 13 Prozent und unzureichende Technik-Kenntnisse bei 12 Prozent spielen eine Rolle.

Oft gibt es in vielen Schulen nur eine digitale Grundausstattung. So gibt es Beamer mit 99 Prozent, Notebooks bei 82 Prozent und stationärer PC bei 87 Prozent der Schulen. Dieses sind jedoch meist nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar. Von einer Ausstattung für alle Schüler in einer Klasse kann keine Rede sein.

Den Digitalpakt, durch den für die Digitalisierung der Schulen in den kommenden Jahren fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen, sieht die Lehrerschaft positiv. 96 Prozent der Lehrer sind der Meinung, dass die Schulen neben Geld auch digitale Konzepte, digitale Inhalte und entsprechend kompetente Lehrer brauchen, um für das digitale Zeitalter gewappnet zu sein. 93 Prozent denken, dass die angekündigten Digitalpakt-Mittel in Höhe von fünf Milliarden Euro nicht ausreichen. Dagegen lehnen lediglich 13 Prozent den Digitalpakt grundsätzlich ab.

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