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Verbraucherzentrale warnt vor Datenklau bei Smart-TVs

• 08.09.14 Die neuen Smart TV sind permanent Online, wenn man nicht den Internet-Stecker zieht. Dabei werden die Verbraucher regelrecht ausspioniert. Dabei geht es um das ungebremste und das ungeschützte Ausspähen und Sammeln von Daten der Fernsehkonsumenten, so die Verbraucherzentrale NRW.

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"Zuschauer können bei der neuen Fernsehtechnologie nicht mehr erkennen, ob sie sich nur eine TV-Sendung ansehen oder ob sie bereits im Internet unterwegs sind. Durch die Verbindung mit dem heimischen Netzwerk ist das Smart-TV-Gerät immer Online und verschickt fleißig Informationen über seine Nutzer", warnt Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, anlässlich der Vorstellung der neuen Smart TVs auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

Die Smart-TV-Geräte bieten zum klassischen, passiven Fernsehempfang auch eine Bandbreite an Möglichkeiten, auf der heimischen Couch aktiv das Internet zu nutzen. Die Zuschauer können zeitgleich im Internet surfen, online shoppen, online spielen, soziale Netzwerke und E-Mail-Dienste nutzen und über den HbbTV-Modus beispielsweise Inhalte von Mediatheken abrufen, so die Verbraucherzentrale weiter.

Leider sind viele Smart TVs ab Werk so voreingestellt, dass das TV-Gerät bereits beim ersten Anschalten und beim bloßen Fernsehgucken zum Sender wird und Daten des Zuschauers an den Gerätehersteller, die Sendeanstalten und weitere Unternehmen weiterleitet. Auf diese Weise lässt sich künftig nicht nur das Fernseh- und Internetverhalten der Nutzer ausforschen, sondern es können auch umfangreiche Profile über Tagesabläufe, Nutzungsgewohnheiten und persönliche Interessen entstehen.

"Die Übertragung von persönlichen Verbraucherdaten ohne vorherige Einwilligung und ohne eine verständliche Verbraucherinformation darüber, was mit der neuen Technologie Smart TV passiert und wofür die übermittelten Informationen des Verbrauchers verwendet werden sollen, ist für die Nutzer nicht tragbar. Sie müssen selbst entscheiden können, was sie von sich preisgeben", kritisiert NRW-Verbraucherzentralenchef Schuldzinski die Datensammelwut von Unternehmen.

Verbraucher, die sich für das Zusammenwachsen von Fernsehen und Internet interessieren, sollten schon vor dem Kauf erfahren, dass sie sich mit einem Smart-TV-Gerät einen geschickt getarnten Datenspion einhandeln. Die Verbraucherzentrale NRW fordert eine umfassende Aufklärung von Konsumenten. Die Werkseinstellungen müssen künftig so gestaltet sein, dass ohne Einwilligung und ohne ausführliche und verständliche Information der Käufer keinerlei Daten übertragen werden. Nutzern muss auch zu einem späteren Zeitpunkt das Recht eingeräumt werden, einer Datenerhebung und der Verwendung der Daten zu widersprechen.

Ein große Übersicht an LED und LCD Fernsehern mit Smart TV Unterstützung bekommen Sie auch in unsere große Smart TV Übersicht. Hier listen wir schon Smart TVs ab 200 Euro auf. Durch die entsprechenden Einstellung in den Menüs der Fernseher, telefonieren die Smart TVs dann auch nicht mehr ohne Einverständnis nach "Hause" .


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