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Bitcoin: Ist er in der Lage, das Bargeld zu ersetzen?

• 10.12.21 Die Wirtschaft und die Märkte weltweit erleben spannende und zugleich herausfordernde Zeiten. Denken wir etwa an die letzte große Finanzkrise 2008 zurück, als national wie international reihenweise Banken und Versicherer verstaatlicht wurden, also von den Regierungen aufgekauft werden mussten. Nur so konnten diese der drohenden Zahlungsunfähigkeit
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entgehen. Seither suchen Investoren nach sicheren Geldanlagen und reagieren wesentlich schneller auf sich anbahnende Krisen. Beispielsweise stehen Technologie Unternehmen wie Tesla, Apple oder Microsoft nach wie vor sowohl bei Investoren als auch bei Privatanlegern hoch im Kurs. Auch Immobilien scheinen sich langsam aber sicher wieder als vertrauenswürdige Geldanlage zu etablieren.

Neben diesen attraktiven Möglichkeiten zur Geldanlage hat sich eine weitere als besonders beliebt hervorgetan. Immer mehr Menschen haben Währungen als eine interessante Geldanlage ausgemacht. Währungen werden schließlich von Staaten und Zentralbanken reguliert, was kann da bitte schon schiefgehen? Keine Frage, Währungen sind sicher, jedoch sind die Möglichkeiten, damit einen großen Profit zu generieren, dadurch auch eher begrenzt. Dies liegt daran, dass große Kursschwankungen ganz und gar nicht im Interesse eines Landes sind. Ganz anders sieht all dies jedoch bei digitalen Währungen aus. Allen voran der Bitcoin hat sich als Investitionsobjekt Nummer 1 hervorgetan. Damit kann man mittlerweile seine Einkäufe bezahlen, im BTC Casino spielen und mehr. Aber kann er auch das Bargeld ersetzen?

Der Bitcoin, ein Überblick über die bekannteste digitale Währung

Viele Menschen setzen den Bitcoin mit den digitalen Währungen gleich. Das ist jedoch lediglich eine von vielen Online Währungen. Was ihn derart bekannt macht, ist, dass er die erste digitale Währung überhaupt war. Er ist also der älteste der Coins und wurde von einer Person oder einer Gruppe namens Satoshi Nakamoto ins Leben gerufen. Das gesamte Zahlungssystem des Bitcoins basiert auf der Blockchain, was damals einen revolutionären Ansatz darstellte. Es ist also im Gegensatz zu den klassischen Währungen dezentral organisiert.

Blockchain-Eintragungen finalisieren eine Transaktion und können von jedem eingesehen werden. Um am Zahlungssystem teilnehmen zu können, wird eine Software benötigt, welche als Wallet bekannt ist. Jede Wallet, egal von welchem Anbieter diese stammt, besitzt eine festzugeordnete Nummer, eine Wallet-ID. Diese wird bei einer Transaktion in die Blockchain eingetragen, und genau das macht Zahlungen mit Bitcoins weitestgehend anonym. Bitcoins gibt es ausschließlich in einer digitalen Form, also weder als Münze noch als Scheine.

Die Menschen beginnen immer mehr, sich vom Bargeld abzuwenden

Deutschland galt bisher immer als letzte Bastion des Bargelds. Für die meisten Menschen in Deutschland symbolisiert Bargeld Freiheit. Die Freiheit, selbst entscheiden zu können, auf welche Art und Weise bezahlt werden kann. Dazu kommt vermutlich auch der symbolische Faktor, denn wer etwa einen Gebrauchtwagen im niedrigen fünfstelligen Bereich in bar bezahlt, der ist natürlich auch stolz auf seine erbrachte Leistung. Das hart erarbeitete Geld kann schließlich nur in der Form von Bargeld angefasst und gesehen werden.

Zuletzt setzte jedoch auch hierzulande ein Trend ein, welcher sich in anderen Ländern schon in vollem Gang befindet. Das Misstrauen gegenüber elektronischen Zahlungsarten scheint nicht nur zu bröckeln, es scheint sich gänzlich in Luft aufzulösen. Mittlerweile nutzen geschätzt etwa 25% der deutschen Konsumenten digitale Zahlungsformen, während es bei unseren niederländischen Nachbarn bereits mehr als die Hälfte sind. Für diesen Trend sorgen nicht zuletzt unsere Smartphones. Dank Apple Pay, Google Pay und anderen Bezahlapps geht es nicht nur schneller, sondern wird sogar das Selbstbezahlen an Kassen ohne Kassierer ermöglicht.

Digitale Währungen befinden sich weltweit auf dem Vormarsch

Aber nicht nur das Bezahlverhalten der Menschen weg vom Bargeld und hin zum elektronischen Geld kann als Hinweis darauf gewertet werden, dass Kryptowährungen wie der Bitcoin tatsächlich unser Bargeld ablösen können. Auch die immer größer werdende Akzeptanz des Bitcoins als Zahlungsmittel vonseiten der Verkäufer oder Online Händler sorgt dafür, dass sich immer mehr Menschen eine Wallet auf ihren Geräten installieren und sich Bitcoins kaufen.

Kryptowährungen werden immer zahlreicher. Private Unternehmen wie Facebook oder Google haben bereits Pläne für ihre eigenen digitalen Währungen in der Schublade. Der neueste Trend zeigt, dass sich sogar Staaten den digitalen Währungen zuwenden. China arbeitet etwa mit Hochdruck daran, eine digitale Währung ins Leben zu rufen, welche den Bezahlvorgang etwa auf chinesischen Online Handelsplattformen ermöglicht. Aber auch in Europa wird bereits daran gearbeitet, den Euro digital werden zu lassen. Im Jahre 2026 soll es so weit sein und mit dem E-Euro bezahlt werden können.

Noch gibt es einige Nachteile, welche aus der Welt geschafft werden müssen

Allerdings gibt es auch kritische Stimmen, die nicht glauben, dass der Bitcoin das Bargeld ablösen kann. Eines der Hindernisse auf diesem Weg ist die weiterhin ungenügende Akzeptanz von Verkäufern und Händlern. In dieser Hinsicht hat sich zwar bereits einiges getan, jedoch gibt es nach wie vor zu viele Geschäfte und Ketten, wo digitale Währungen wie der Bitcoin immer noch nicht akzeptiert werden. Einer der Vorteile des Bitcoins wird paradoxerweise auch gleichzeitig zu einem weiteren Problem.

Dadurch, dass digitale Währungen nicht von Zentral- oder Notenbanken reguliert werden, kommt es zum Teil zu dramatischen Preisschwankungen. Immer wieder liest man von neuen Höchstständen des Bitcoins nur um einige wenige Tage später zu erfahren, dass der Wert um zweistellige Prozentwerte eingebrochen ist. Genau hier könnte auch der Grund der mangelnden Akzeptanz liegen. Ein Artikel, der heute 2 Bitcoin kostet, könnte bereits morgen lediglich 0,25 Bitcoin kosten. Aber auch für dieses Problem scheint sich bereits eine Lösung abzuzeichnen. Die Stablecoins sind digitale Währungen, die jedoch an regulierte Währungen wie den US-Dollar oder den Euro gekoppelt sind.

Ein Ausblick auf die Zukunft

Vor allen Dingen die starken Preisschwankungen dürften der Grund dafür sein, dass der Bitcoin das Bargeld in absehbarer Zeit nicht ablösen kann. Das bisher angewandte System, dass Bitcoins mit staatlich ausgegebenen Währungen wie dem Euro oder dem britischen Pfund gekauft werden müssen, hat sich bewährt und findet immer größeren Anklang.

Fakt ist allerdings auch, dass sich der Bitcoin immer mehr Anteile sichert und von immer mehr Verkaufsstellen akzeptiert wird. Vermutlich wird es also langfristig zu einem Kompromiss kommen. Staatlich ausgegebene und regulierte E-Währungen haben die besten Karten, das Bargeld ablösen zu können. Und der Bitcoin? Der ist gekommen, um zu bleiben.



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