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Bundesnetzagentur: 3 Millionen Breitbandmessung im zweiten Breitband-Test Jahr

• 10.10.17 Wenn es um das schnelle Surfen im Internet geht, geben die Provider immer den maximalen Highspeed an. Allerdings wird der maximale Speed von weniger als 25 Prozent der Nutzer im Festnetz erreicht, so die Bundesnetzagentur bei ihrem ersten Breitbandbericht. Auch im Mobilfunknetz sieht es nicht viel besser aus. Mittlerweile gehen die Breitband-Test in das
zweite Jahr. Insgesamt wurden im Zeitraum von Oktober 2016 bis September 2017 weit über drei Millionen Tests durchgeführt. Die Zahl an Messungen hat sich gegenüber dem ersten Betriebsjahr vervierfacht.

3 Millionen Breitbandmessung im zweiten Breitband-Test Jahr

"Die sehr große Nachfrage zeigt, wie wichtig das Angebot der Bundesnetzagentur für Verbraucherinnen und Verbraucher ist. Diese nutzen die Breitbandmessung, um die Leistungsfähigkeit ihres breitbandigen Internetzugangs anbieter- und technologieunabhängig zu überprüfen", betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur.

Bundesnetzagentur mit www.breitbandmessung.de -Bild: Bundesnetzagentur

Im Berichtszeitraum wurden rund 3,7 Mio. Tests durchgeführt. Dies bedeutet eine deutliche Steigerung im Vergleich zum ersten Betriebsjahr von dann nur 0,9 Mio. Messungen. Die Mehrheit der Endkunden nutzte die Browservariante der Breitbandmessung. In rund 1,6 Mio. Fällen griffen Endkunden für ihre Messung auf die Smartphone-App zurück, wobei die Messungen größtenteils über WLAN durchgeführt wurden.

Die Bundesnetzagentur wird voraussichtlich Ende 2017 den Jahresbericht zum zweiten Betriebsjahr veröffentlichen. Dieser wird eine umfangreiche Analyse der durchgeführten Messungen beinhalten.

So kann ein Test der Leistungsfähigkeit des Breitbandanschlusses kostenlos für stationäre Anschlüsse unter www.breitbandmessung.de durchgeführt werden. Eine kostenfreie App für mobile Anschlüsse kann für Android und für iOS im jeweiligen Store heruntergeladen werden. Mit der Breitbandmessung kann die tatsächliche mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate verglichen werden.

Die individuellen Messergebnisse sind elektronisch speicherbar. Endkunden haben dadurch die Möglichkeit, verschiedene Messungen durchzuführen und diese miteinander zu vergleichen.

Mehr Highspeed und Kontrolle ist gefragt

"Über alle Bandbreiteklassen und Anbieter hinweg erreichen Kunden oft nicht die maximale Geschwindigkeit, die ihnen in Aussicht gestellt wurde. Allerdings fallen die Ergebnisse bei einzelnen Bandbreiten und zwischen den Anbietern unterschiedlich aus", betont Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Immerhin aber hat die Hälfte der Nutzer bei allen betrachteten Anbietern im Festnetz mindestens 60 Prozent der vertraglich vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate erreicht, bei einzelnen Anbietern sogar über 90 Prozent."

Transparenz über Leistungsfähigkeit des Internetanschlusses

Die Anbieter müssen die Verbraucher nun auf Möglichkeiten zur Überprüfung der Geschwindigkeit, wie z.B. auf das Messangebot der Bundesnetzagentur unter www.breitbandmessung.de, hinweisen.

Bereits seit dem September 2015 können Verbraucher mit der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur die Datenübertragungsrate ihres Breitbandanschlusses überprüfen. So sind die Messergebnisse speicherbar, damit Verbraucher mehrere Messungen durchführen und etwaige Abweichungen zwischen tatsächlicher und vertraglich vereinbarter Datenübertragungsrate belastbar belegen können.

Weniger als 25 Prozent der Festnetzkunden bekommen versprochenen Speed

Je nach Bandbreiteklasse erreichten 4 bis rund 25 Prozent der Endkunden 100 Prozent der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate. Der niedrigste Wert wurde in der überwiegend von ADSL-Anschlüssen geprägten Bandbreiteklasse von 8 bis 18 Mbit/s erzielt. Auch zwischen den Anbietern gab es mit Blick auf das Erreichen der vereinbarten maximalen Datenübertragungsrate Unterschiede. Bezogen auf die Anbieter reichte die Spanne von 1 bis rund 35 Prozent der Endkunden.

Im Tagesverlauf fiel insbesondere in der Bandbreiteklasse 200 bis 500 Mbit/s die Leistung in der abendlichen Peak-Zeit stark ab. Diese Bandbreiteklasse wird durch Produkte der Kabelnetzbetreiber geprägt.

Im Mobilfunk selten Highspeed

Bei den mobilen Breitbandanschlüssen lag das Verhältnis zwischen tatsächlicher und vereinbarter maximaler Datenübertragungsrate unter dem von stationären Anschlüssen. Betrug der Anteil von Endkunden, der mindestens die Hälfte der maximalen Übertragungsrate erreichte, im Festnetz knapp über 70 Prozent, wurde dieser Wert bei den mobilen Anschlüssen lediglich von unter 30 Prozent der Nutzer erreicht.

Aber auch bei mobilen Breitbandanschlüssen bewerteten Endkunden die Anbieter weit überwiegend mit den Noten "sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend" (82,8 Prozent). Dies legt den Schluss nahe, dass die Endkunden bei mobilen Breitbandanschlüssen eher die Mobilität und die zur Verfügung stehende Performance bewerten als das Erreichen der in Aussicht gestellten maximalen Datenübertragungsrate.

Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 25. September 2015 bis zum 25. September 2016. Für stationäre Breitbandanschlüsse wurden 106.159 und für mobile Breitbandanschlüsse 53.651 valide Messungen berücksichtigt.

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