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Funkloch: CSU kritisiert jahrelange Verzögerungen beim LTE Ausbau

• 14.01.20 Die Bundesnetzagentur prüft derzeit die eingereichten Unterlagen der drei Mobilfunkbetreiber O2, Telekom und Vodafone hinsichtlich der LTE Netzabdeckung. Die Bundesnetzagentur hatte die Zuteilung der im Jahr 2015 ersteigerten LTE Mobilfunkfrequenzen an Auflagen gebunden. Dabei geht es nun um das Thema Funkloch. Nun melden sich die ersten Politiker zu Wort. So kritisiert der Vorsitzende der Unions-Fraktion, Ulrich
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Lange (CSU), öffentlich, die jahrelange Verschleppung beim LTE Netzausbau durch die Provider.

Funkloch: CSU kritisiert jahrelange Verzögerungen beim LTE Ausbau

So müssen die Mobilfunknetzbetreiber ab dem 1. Januar 2020 98 Prozent der Haushalte bundesweit und 97 Prozent der Haushalte je Bundesland mit einer Mindestdatenrate von 50 MBit/s pro Antennensektor zu versorgen haben. Dabei sind die Hauptverkehrswege vollständig zu versorgen.

"Regeln sind da, um eingehalten zu werden. Die Mobilfunkanbieter hatten jahrelang Zeit, den Ausbau entsprechend der Auflagen umzusetzen. Deswegen muss die Bundesnetzagentur jetzt konsequent und zügig handeln", so der

Vorsitzende der Unions-Fraktion, Ulrich Lange (CSU) in einem Presse-Statement.

Funklöcher in der Übesicht
Bundesnetzagentur mit Funklöcher-Übersicht -Screenshot: BNetzA

"Außerdem sollte die Behörde ihre neu geschaffenen Kompetenzen nutzen und die Orte ermitteln, an denen sich Verbindungsabbrüche bei Telefonaten häufen. Das ist gerade bei der Fahrt im Auto oder in der Bahn ein echtes Ärgernis und muss abgestellt werden. Das ist das Mindeste, was die Bürger von Unternehmen und Behörde erwarten dürfen.", so die weitere Kritik.

Bundesnetzagentur: Schlechte Datenrate bei den Anbietern

Auch teilte die Bundesnetzagentur schon im letzten Jahresbericht mit, wie schon im Vorjahr, dass bei den mobilen Breitbandanschlüssen das Verhältnis zwischen tatsächlicher und vereinbarter maximaler Datenübertragungsrate wieder unter dem von stationären Anschlüssen lag.

Über alle Bandbreitklassen und Anbieter hinweg erhielten im Download 16,1 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte der vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsrate. Bei 1,5 Prozent der Nutzer wurde diese voll erreicht oder überschritten. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum sind die erreichten Werte weiterhin rückläufig. Hier hatten 18,6 Prozent der Nutzer mindestens die Hälfte, 1,6 Prozent die volle vereinbarte geschätzte maximale Datenübertragungsrate.

Insbesondere in höheren Bandbreitenklassen wurden tendenziell niedrigere Prozentwerte erreicht. Auch bei einzelnen Anbietern haben sich die Werte im Vorjahresvergleich nach unten verschoben.

Ferner haben einige Anbieter die vertraglich in Aussicht gestellten maximalen Datenübertragungsraten erhöht. Zwar nehmen die gemessenen Datenübertragungsraten zu, allerdings nicht im gleichen Maße wie die vertraglich vereinbarten geschätzten maximalen Datenübertragungsraten, sodass hieraus ein reduzierter Verhältniswert resultiert.

Dessen ungeachtet bewerteten bei mobilen Breitbandanschlüssen Endkunden die Anbieter weit überwiegend mit den Noten "sehr gut", "gut" oder "zufriedenstellend", wobei der Anteil mit 74,7 Prozent abermals rückläufig ist zum Vorjahr. Hier waren es 76,6 Prozent.

Der Bericht umfasst den Zeitraum vom 1. Oktober 2017 bis zum 30. September 2018. Für stationäre Breitbandanschlüsse wurden 900.579 und für mobile Breitbandanschlüsse 384.999 valide Messungen berücksichtigt.

Vodafone sieht technische und bürokratische Hürden beim LTE Ausbau

Vodafone sieht die gestellten Ausbauauflagen als erfüllt an. So hat der Mobilfunker nach eigenen Angaben in den letzten zwölf Monaten 8.000 LTE-Bauprojekte realisiert und das LTE Netz für über 4 Millionen weitere Menschen erstmals verfügbar gemacht.

In Rheinland-Pfalz erfüllt Vodafone sein Ausbauziel unter Anrechnung von vereinzelten Standorten, deren Erschließung sich durch rechtliche oder tatsächliche Gründe um wenige Monate verzögert hat. Hierzu zählen zum Beispiel langwierige und komplexe Genehmigungsverfahren oder Widerstände lokaler Gemeinden und Bürgerinitiativen.

Allerdings wird auch bei Vodafone bestätigt, dass der Ausbau der Hauptverkehrswege kritisch zu betrachten ist. Hier sieht aber Vodafone das 2015er Ausbauziel, nach allem, was tatsächlich und rechtlich möglich war, ebenfalls erfüllt.

#Funkloch: Telefonica nur mit 84 Prozent 4G LTE Netzabdeckung

Telefónica konnte nach eigenen Angaben die von der Bundesnetzagentur geforderten Versorgungsauflagen nicht fristgerecht erreichen. Das Unternehmen geht allerdings davon aus, dass es die Auflagen bis zum Ende dieses Jahres erfüllen wird.

Funkausbau im schnellen O2 LTE Netz -Bild: O2

So haben die Telekom und Vodafone eine Abdeckung von jeweils mehr als 98 Prozent erreicht. Beim dritten Anbieter im Bunde, bei Telefonica, gibt es laut den Unterlagen nur eine Abdeckung von 84 Prozent.

Damit liegt der Wert von Telefonica weit unter den Vorgaben des Bundes. Allerdings konnten auch die Telekom und Vodafone die Vorgaben an den Hauptverkehrswegen nicht erfüllen. Dabei werden auch gute Gründe, wie fehlende und verweigerte Baugenehmigen an den jeweiligen Standorten angeführt. Dabei gibt es auch Beschränkungen durch Umwelt- oder Denkmalschutz.

Immerhin mussten erstmals nach einer Frequenzauktionen aus dem Jahr 2015 gewisse Kapazitäten erreicht werden. Bundesweit gibt es immer wieder Kritik und Hinweise auf Funklöcher. Dabei hat die Telekom sogar eine Kampagne "Wir jagen Funklöcher" gestartet. So haben sich 539 Kommunen seit dem 20. August 2019 bei der Telekom Funkloch Aktion beworben.

Verbraucher sollten vielleicht Hinweise mit dem Hashtag #Funkloch geben

Da die Bundesnetzagentur nun anfängt die Angaben der Mobilfunknetzbetreiber zu überprüfen und in jedem Bundesland eigene Messungen durchgeführt werden, sollten Verbraucher auf die bestehenden Funklöcher aufmerksam machen. So kann man eigentlich sich sein, dass das Funkloch eine Priorität bekommt. Immerhin will die Bundesnetzagentur Bußgelder nicht ausschließen

Daher ist aktuell die Gelegenheit für Funklöcher melden sehr günstig. Bislang ist es fast ein auswegloser Weg bei den Netzbetreibern Gehör zu finden, damit Funklöcher beseitigt werden. Daher sollten die Mobilfunkkunden auf den Zug aufsteigen und tätig werden. Auch ist es im Jahr 2020 nicht mehr zumutbar nur noch Edge Empfang mit maximalen 128 kbit Datenempfang zu haben. Bislang gibt es kein Meldeformuluar bei der Bundesnetzagentur für Funklöcher, aber eine E-Mail oder Mitteilung auf den Facebook und Twitter Kanal mit dem Hashtag #Funkloch sind sicherlich schon mal ein Anfang.

5G-Netzausbau-Deal: Verspätete Zahlungen gegen verbesserten Netzausbau

Derzeit gibt es dann auch einen Deal beim 5G LTE Netzausbau. Durch den zusätzlichen Netzausbau sollen ärgerliche Funklöcher in Deutschland verringert werden, dieses gilt vor allem auf dem Lande. Der Bund schloss nun Verträge mit den Mobilfunknetzbetreibern Telekom, Vodafone, Telefónica und 1&1 Drillisch ab. Der amtierende CSU-Verkehrsminister Andreas Scheuer sprach von einer "Ausbauoffensive" für ländliche Räume.

Schon im vergangenen Sommer gab es einen Deal zwischen den Betreibern und dem Bund. Hier wurde in einer Vereinbarung die Absicht erklärt, dass bis Ende 2021 durch neu zu errichtende Mobilfunkstandorte künftig 99 Prozent der Haushalte in jedem Bundesland eine LTE-Versorgung erhalten sollen. Für diese Zusage gibt es nun rechtlich, verbindliche Verträge.

Dadurch erhalten die Anbieter einen Aufschub bei den Zahlungsverpflichtungen aus der 5G-Frequenzauktion 2019. So kann man mit jährlichen Raten bis zum Jahr 2030 seinen Verpflichtungen nachkommen.

Steht mit der 5G Auktion schon das nächste Problem an?

Bei der im letzten Jahr abgelaufenen Auktion gibt es dann auch wieder neue Auflagen, welche erfüllt werden müssen. Vor dem aktuellen Hintergrund der vielen Funklöcher, stellen sich daher auch viele Verbraucher die Frage für die Zukunft, ob 5G LTE tatsächlich verfügbar und nutzbar vor Ort sein wird.

Sollte die Bundesnetzagentur die Prüfungen nicht sorgsam durchführen, droht ein Verlust des Vertrauens bei den Kunden und der Wirtschaft. Immerhin wollen viele Haushalte und Firmen auf 5G LTE in der Zukunft umsteigen, um gigabit-fähig zu sein. Derzeit kommt der Glasfaserausbau nur schleppend voran, und das obwohl schnelles Internet seit dem Jahr 2012 von der Regierung ein verlangt wird. Sollte das gleiche Ausbau Desaster beim 5G LTE Netz erfolgen wie nun wohl leider beim 4G LTE Netz praktiziert, wird der Technologie Standort Deutschland immer unglaubwürdiger.

Dieses sind nun die Vergabebindungen:

Versorgt werden sollen bis Ende 2022 mit mindestens 100 Mbit/s:
    • mindestens 98 Prozent der Haushalte je Bundesland,
    • alle Bundesautobahnen,
    • die wichtigsten Bundesstraßen sowie
    • die wichtigsten Schienenwege.
Versorgt werden sollen bis Ende 2024:
    • alle übrigen Bundesstraßen mit mindestens 100 Mbit/s,
    • alle Landes- und Staatsstraßen mit mindestens 50 Mbit/s,
    • die Seehäfen und wichtigste Wasserstraßen mit mindestens 50 Mbit/s
    • alle übrigen Schienenwege mit mindestens 50 Mbit/s.
Für alle Bundesautobahnen und Bundesstraßen wird zudem eine Latenz von 10 Millisekunden vorgeschrieben. Zusätzlich sind je Betreiber 1.000 "5G-Basisstationen" und 500 Basisstationen in "weißen Flecken" bis zum Ende des Jahres 2022 zu errichten.

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