Neue Vorratsdatenspeicherung bei Verbindungsdaten stößt auf Kritik
• 5.12.05 Am Freitag, den 2. Dezember 2005, haben sich die Justizminister
und -ministerinnen der Europäischen Union (EU) auf einen "Kompromissvorschlag"
bei der Speicherung von Telekommunikations-Verbindungsdaten geeinigt.
In allen EU-Staaten müssten danach bei sämtlichen Formen der Telekommunikation,
vom Telefonieren über die Handy-Nutzung bis zum E-Mailen und Internet-Surfen,
die sog. Verkehrsdaten mindestens sechs Monate lang gespeichert werden. Den
nationalen Parlamenten soll insofern bei ihrer gesetzlichen Regelung kein
Spielraum eingeräumt werden.
Diese Initiative wird von der Konferenz der Datenschutzbeauftragten des Bundes
und der Länder, deren Vorsitz derzeit beim Unabhängigen Landeszentrum für
Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD) liegt, als unverhältnismäßiger und damit
verfassungswidriger Eingriff in das Telekommunikationsgeheimnis und in den
Datenschutz abgelehnt.
Der Leiter des ULD, Dr. Thilo Weichert, kommentiert den Beschluss der
Justizminister: "Es ist erschreckend, welche grundrechtliche Verrohung bei den
europäischen Justizministern festzustellen ist. Es wird als Sieg der
Bürgerrechte verkauft, dass bei der auf Vorrat vorgenommenen
Telekommunikationsüberwachung keine Inhalte und keine Bewegungsprofile
erstellt werden sollen. Unseren Verfassungsministern ist wohl nicht klar, dass
unsere freiheitlichen Verfassungen verbieten, die Menschen anlasslos staatlich
bei ihren alltäglichen Verrichtungen zu überwachen und zu kontrollieren. Der
Beschluss verstößt genau gegen dieses Verbot. Wenn über Monate hinweg minutiös
nachvollzogen werden kann, wer wo im Internet gesurft hat, wer wann mit wem
per Telefon, Handy oder Email kommuniziert hat, wer wann welche Online-Dienste
in Anspruch genommen hat, dann wird die Schwelle von der freiheitlichen
Informationsgesellschaft zum digitalen Überwachungsstaat überschritten."
Was hier als Kompromiss verkauft wird, ist das Nachgeben gegenüber maßlosen
Überwachungsforderungen von Sicherheitsbehörden. Vorschläge von
Datenschützern, die übermäßig teure grundrechtszerstörende
Vorratsdatenspeicherung zu vermeiden und dennoch den
Strafverfolgungsbedürfnissen zu entsprechen, wurden nicht ernsthaft erörtert.
12.05.26 Wenn sich kommende Woche in Köln die Türen der ANGA COM 2026 öffnen, geht es längst nicht mehr nur um Technik, Kabel
oder klassische Telekommunikation. Die Branche steht an einem Punkt, an dem
sich entscheidet, wie schnell Deutschland beim Glasfaserausbau, bei Gigabitnetzen und modernen Medienplattformen wirklich vorankommt.
...
23.04.26 Es ist der dritte Anlauf - und er könnte politisch wie juristisch
wieder zum Drahtseilakt werden. Die Bundesregierung beschließt
Vorratsdatenspeicherung in einer neuen Form. Konkret geht es um die
...
22.04.26 Es ist ein Thema, das seit Jahren immer wieder hochkocht - und
genauso oft vor Gericht landet. Jetzt macht die Bundesregierung den nächsten
Versuch: Die Speicherung von IP-Adressen soll kommen. Schlanker, gezielter, rechtssicher. So zumindest die Hoffnung.
...
20.02.26 Der deutsche Telekommunikationsanbieter O2 Telefónica treibt den 5G Ausbau in Deutschland weiter
voran. Laut aktuellen Unternehmensmeldungen wurden bis Mitte Februar
zahlreiche Standorte modernisiert, neue Frequenzen aktiviert und bestehende
...
20.02.26 Die Verbraucherzentrale geht mit einer
umfangreichen Sammelklage gegen den
Telekommunikationsanbieter 1N Telecom vor. Auslöser sind mehr als
...
14.02.26 Die Geschichte des Telefons ist eine
Geschichte tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungen. Was heute
als selbstverständliches Kommunikationsmittel gilt, begann als
...
20.01.26 In Deutschland sorgt die geplante DSL Abschaltung für intensive Diskussionen. Die
Bundesnetzagentur hat erstmals einen konkreten Fahrplan vorgelegt, der beschreibt, wie der Übergang vom
alten Kupfernetz hin zu modernen Glasfaseranschlüssen ablaufen soll. Wir beleuchten, wie
...
20.01.26 Die Bundesnetzagentur hat ein umfassendes Konzept
vorgestellt, das den Übergang vom alten Kupfernetz hin zu modernen
Glasfasernetzen regeln soll. Dieser Schritt gilt als eines der
...
12.01.26 Der Bundesgerichtshof hat mit einem Urteil vom
8. Januar 2026 eine für viele Verbraucher zentrale Frage geklärt: Die
Mindestvertragslaufzeit von Glasfaserverträgen beginnt bereits
...
Auf dieser Seite gibt es Affilate Links, die den Preis nicht beeinflussen. Damit wird der hochwertige Journalismus kostenfrei angeboten
Damit wir unsere Webseiten für Sie optimieren und personalisieren können würden wir gerne Cookies verwenden. Zudem werden Cookies gebraucht, um Funktionen von Soziale Media Plattformen anbieten zu können, Zugriffe auf unsere Webseiten zu analysieren und Informationen zur Verwendung unserer Webseiten an unsere Partner in den Bereichen der sozialen Medien, Anzeigen und Analysen weiterzugeben. Sind Sie widerruflich mit der Nutzung von Cookies auf unseren Webseiten einverstanden?(mehr dazu)