Statistik-Studie: Es herrscht eine Digitale Kluft in Europa• 11.11.05 Laut Eurostat, dem Statistischen Amt der Europäischen
Gemeinschaften haben innerhalb der der EU 85% der Schüler und Studenten (im
Alter von 16 Jahren oder älter) im ersten Quartal 2004 das Internet genutzt,
bei den Arbeitsnehmern waren es 60%, bei den Arbeitslosen 40% und bei den
Rentner 13%, verglichen mit einem EU25-Durchschnitt von 47% der
Einzelpersonen1 im Alter von 16 bis 74 Jahren. Diese Kluft nach Stellung im
Erwerbsleben war auch festzustellen, als man nach dem Bildungsniveau vorging:
Lediglich 25% der Personen, die höchstens die Sekundarstufe l abgeschlossen
hatten, nutzten im ersten Quartal 2004 das Internet, während diejenigen, die
die Sekundarstufe ll abgeschlossen hatten, zu 52% und diejenigen mit
Hochschulabschluss zu 77% das Internet nutzten.
In den letzten zehn Jahren sind die Möglichkeiten für die Nutzung der
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für die allgemeine
Öffentlichkeit, sowohl was den Zugang als auch die Kosten betrifft, immer
besser geworden. Es bleiben jedoch Lücken in der Nutzung der IKT durch die
EU-Bevölkerung, die bedingt sind durch Faktoren wie Alter, Stellung im
Erwerbsleben, Bildungsniveau und Grad der Verstädtung der Wohngebiete. Diese
so genannte digitale Kluft hat mehrere Ursachen: Fehlende Infrastrukturen oder
Zugangsmöglichkeiten, fehlende Anreize zur Nutzung der IKT, fehlende
Informatikkenntnisse oder sonstige Kenntnisse, die zur Teilhabe an der
Informationsgesellschaft notwendig sind.
Diese Informationen stammen aus einem von Eurostat, dem Statistischen Amt der
Europäischen Gemeinschaften, herausgegebenen Bericht, der einen genaueren
Blick auf die Größenordnung der digitalen Kluft wirft und einige mögliche
Erklärungen dafür gibt.
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