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VATM Glasfaserausbau: Windhundrennen der Investoren gerade im ländlichen Bereich

• 23.11.21 Wenn es um den Breitbandausbau in Deutschland geht, wird in den letzten Jahren zunehmend der Fokus auf Glasfaser gelegt. So startet zuletzt die Telekom ein Joint Venture durch den Glasfaserausbau mit bis zu 4 Millionen geplanten Glasfaseranschlüssen. Die Breitbandverbände Breko und VATM begrüssen teilweise die Entscheidung und werten dieses als ein gutes Zeichen für den Glasfaserausbau in Deutschland. Nun gibt es aber gerade im ländlichen Bereich ein "Windhundrennen", so die VATM Kritik. Bedeutet, zuviele Investoren gleichzeitig.

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VATM Glasfaserausbau: Windhundrennen der Investoren gerade im ländlichen Bereich

Die Digitalisierung und der Gigabit-Festnetz- und 5G-Mobilfunk-Ausbau gehen gerade Hand in Hand. Dabei gibt es wohl nun ein "Windhundrennen". "Es gibt ein Windhundrennen der Investoren gerade im ländlichen Bereich - das hat es in Deutschland noch nie gegeben. Die Politik muss dies klug nutzen und gezielt die Voraussetzungen für einen deutlich beschleunigten Ausbau verbessern" appellierte daher VATM-Präsident David Zimmer.

VATM Glasfaserausbau: Windhundrennen der Investoren gerade im ländlichen Bereich
>VATM Glasfaserausbau: Windhundrennen der Investoren gerade im ländlichen Bereich
-Bild: © PublicDomainPictures (Pixabay License)/ pixabay.com

".. Dabei darf Europa nicht zu einer Datenkolonie von den USA und China werden. Es ist jetzt notwendig, eine führende Rolle einzunehmen", sagte auch Vodafone-Deutschland-Chef Dr. Hannes Ametsreiter. Ametsreiter und Thorsten Dirks, CEO Deutsche Glasfaser Unternehmensgruppe, diskutierten dabei über die Leitplanken für eine bessere Telekommunikationspolitik.

So sollen weiterhin der wichtigste Treiber des Gigabit-Ausbaus der Wettbewerb bleiben. Davon zeigten sich Dr. Ametsreiter, Dirks und Zimmer überzeugt und verwiesen auf die deutlich veränderte Investitionssituation in Deutschland.

"Anders als noch vor zwei Jahren erlebt der Glasfaserausbau gerade auf dem Land eine große Dynamik dank Investoren, die in den nächsten Jahren mehr als 30 Milliarden Euro in den Ausbau stecken werden. Investitionsmittel stehen also mehr als genügend zur Verfügung", sagte Dirks.

zwei Drittel aller Haushalte können Gigabit

Derzeit könnten wohl laut einer TK-Marktstudie von Dialog Consult und VATM zwei Drittel aller Haushalte können gigabitfähige Anschlüsse. Es wurden noch nie so viele Glasfaseranschlüsse gebaut wie 2021, dabei sollen insgesamt zu 90 Prozent ohne Fördermittel des Bundes verbuddelt werden.

Der eigenwirtschaftliche Ausbau soll in zwei bis drei Jahre schneller und dabei preiswerter sein, als mit zeitraubenden Markterkundungs-, Ausschreibungs- und Genehmigungsverfahren. Ohne eine vorgeschaltete Planung müssten nicht nur tausende völlig unnötige Markterkundungsverfahren durchgeführt werden. Vor allem würden tausende Gebiete künstlich zu Fördergebieten, in denen der Ausbau zwar völlig problemlos in vier oder fünf Jahren erfolgen könnte, aber eben nicht innerhalb von drei Jahren, so Zimmer.

Noch immer haben Kommunen Vorbehalte gegenüber minimalinvasiven Bauverfahren, die für Glasfaserkabel die Bürgersteige nicht mehr 70 Zentimeter tief aufgraben müssen und sich über Jahre bewährt haben. Für einen schnelleren und ressourcenschonenderen Netzausbau muss daher die Normierung für Verlegeverfahren in geringerer Tiefe zügig finalisiert werden.

Spülbohrung sorgt für zerstörte Gasleitungen und Telefonleitungen

Wenn man dann mit Spülbohren ankommt, gibt es oftmals zerstörte öffentliche Leitungen, darunter auch Gasleitungen. So gibt es bei der Spülbohrung immer wieder Kritik an zerstörte Telefon- Wasser- und Stromleitungen und auch Gasleitungen, wie zuletzt beim Glasfaserausbau im Kreis Plön mit bis zu 76 zerstörten Gasleitungen in nur zwei Jahren, wie beim Zweckverband Plön und zerstörte öffentliche Leitungen in Lammershagen.

Telekom Glasfaserausbau: Breko und VATM Statements --Vier Millionen zusätzliche Haushalte

Die Telekom war ein Spätzünder beim Glasfaserausbai bei Leitung bis ins Haus oder in die Wohung. Erst ab dem Jahr 2018 begann man dieses zu Promoten. Im Rahmen einer Umfrage unter den grossen Aktienunternehmen in der Welt, sehen viele Unternehmen Deutschland als Schlusslicht oder unter den letzten 5 in Europa, was den Glasfaserausbau betrifft. Daher ist die Investionsbereitschaft auf ein niedrige Niveau gesunken.

Telekom Glasfaserausbau: Breko und VATM Statements --Vier Millionen zusätzliche Haushalte
Telekom Glasfaserausbau: Breko und VATM Statements
--Vier Millionen zusätzliche Haushalte -Bild: Telekom

Bei der Telekom gibt es nun eine langfristige Partnerschaft mit dem IFM Global Infrastructure Fund, der durch IFM Investors beraten wird. IFM Global Infrastructure Fund beteiligt sich mit 50 Prozent an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH. Das daraus entstehende Joint Venture soll bis zum Jahr 2028 vier Millionen zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen.

Breko Statement: "Es ist ein gutes Zeichen für den Glasfaserausbau in Deutschland, dass auch die Telekom zusätzliche finanzielle Mittel akquiriert, um beim Ausbau weiter Tempo zu machen. Zusammen mit den Investitionen der alternativen Netzbetreiber stehen damit in den nächsten Jahren mehr als 40 Milliarden Euro für den eigenwirtschaftlichen Ausbau der Glasfasernetze bereit. Das relativiert die Notwendigkeit von großangelegten Förderprogrammen zusehends. Forderungen, die bestehende 'Graue-Flecken-Förderung' nochmal aufzustocken, gehen vor diesem Hintergrund an der Realität vorbei. Was wir vielmehr brauchen, ist eine Förderpolitik der nächsten Bundesregierung, die darauf abzielt den marktgetriebenen Ausbau dort wohl dosiert und zielgerichtet mit staatlichen Mitteln zu ergänzen, wo kein Potenzial für diesen besteht. Mehr als 80 Prozent der deutschen Haushalte und Unternehmen sind noch nicht an das Glasfasernetz angebunden.".

VATM Statement: "...die milliardenschwere Beteiligung des Bundes an der Telekom muss auf den Prüfstand gestellt werden. Die Telekom agiert einstweilen wie ein rein privates Unternehmen, baut nun Glasfaser gemeinsam mit einem großen australischen Pensionsfond, mit dem man sich die Gewinne teilt, und genießt dennoch Vorteile durch die enorme Bundesbeteiligung. Diese bringen Gefahren für den Wettbewerb und die Verbraucherinnen und Verbraucher mit sich, wie ein aktuelles Gutachten des renommierten Wirtschaftswissenschaftlers Prof. Dr. Justus Haucap, Direktor Düsseldorf Institute for Competition Economics (DICE), belegt.".

Dabei gab es auch Kritik von der Monopolkommission und drängt auf den Ausstieg aus den Telekom-Aktienanteilen der Bundesregierung. "Das Horten von Unternehmensanteilen können wir uns keinesfalls länger leisten, wenn wir es mit Digitalisierung, Glasfaserausbau und einem auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Umbau der Wirtschaft zur Erreichung der Klimaziele ernst meinen. Dabei wäre es klug, alle Beteiligungen des Bundes zu prüfen", meint VATM-Geschäftsführer Grützner.

Telekom Glasfaserausbau: Vier Millionen zusätzliche Haushalte durch Joint Venture

Bei der Telekom gibt es nun eine langfristige Partnerschaft mit dem IFM Global Infrastructure Fund, der durch IFM Investors beraten wird. IFM Global Infrastructure Fund beteiligt sich mit 50 Prozent an der Ausbaugesellschaft GlasfaserPlus GmbH. Das daraus entstehende Joint Venture soll bis zum Jahr 2028 vier Millionen zusätzliche gigabitfähige FTTH-Anschlüsse im ländlichen Raum und in Fördergebieten ausbauen.

Telekom Glasfaserausbau: Vier Millionen zusätzliche Haushalte durch Joint Venture
Telekom Glasfaserausbau: Vier Millionen zusätzliche Haushalte
durch Joint Venture -Bild: Telekom

Dieser Ausbau ist zusätzlich geplant zu dem bereits kommunizierten Ziel, bis zum Jahr 2024 insgesamt 10 Millionen Haushalte anzubinden.

Srini Gopalan, im Vorstand der Deutsche Telekom für das Deutschland-Geschäft verantwortlich: "Partnerschaften sind für die erfolgreiche Digitalisierung unseres Landes unverzichtbar. Wir freuen uns deshalb sehr, dass wir IFM für unser Joint Venture als Partner gewinnen konnten. Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland und ein Signal, das digitale Rückgrat unserer zukünftigen Gesellschaft gemeinsam zu bauen.".

Ab dem Jahr 2022 werden sechs Milliarden Euro pro Jahr investiert, die Investition in GlasfaserPlus kommt ergänzend hinzu. Bis zum Jahr 2030 plant die Telekom inklusive der Investition in GlasfaserPlus mehr als 30 Milliarden Euro in Glasfaser zu investieren, sodass alle Haushalte und Unternehmen von gigabitfähigen Glasfaseranschlüssen profitieren.

Das Joint Venture wird vorbehaltlich der ausstehenden Genehmigung ab dem Jahr 2022 Glasfasernetze ausbauen und sich dabei auch an staatlichen Förderausschreibungen beteiligen.

Das entstehende Netz wird der Telekom wie auch ihren Wettbewerbern diskriminierungsfrei und zu wirtschaftlichen Bedingungen geöffnet werden. Schon seit langem bekennt sich die Deutsche Telekom zu diesem Prinzip des "Open Access".

Die GlasfaserPlus wird der Deutschen Telekom und Drittanbietern aktive Bitstream Access (BSA) Dienstleistungen anbieten, jedoch nicht mit einem eigenem Produktportfolio auf Endkunden zugehen. Der Unternehmenssitz wird nach jetziger Planung im Großraum Köln sein. Im kommenden Jahr will GlasfaserPlus über 100.000 FTTH-Anschlüsse bauen, um 2023 das Volumen auf knapp 500.000 Anschlüsse zu erhöhen.

Durch die geplante 50/50-Struktur üben beide Partner gemeinsam die Kontrolle über das Joint Venture aus. IFM zahlt für den 50 Prozent-Anteil an GlasfaserPlus GmbH einen Kaufpreis von 0,9 Milliarden Euro. Die Hälfte davon wird mit dem Einstieg fällig, die übrigen 50 Prozent werden abhängig vom Ausbaufortschritt des Joint Ventures gezahlt. Die Gesamtbewertung des Joint Ventures aus Sicht des Investors beläuft sich damit auf 1,8 Milliarden Euro.

IFM wurde vor mehr als 25 Jahren gegründet und wird von einer Gruppe australischer Pensionsfonds kontrolliert, wodurch die Interessen von IFM Investors sehr gleichgerichtet sind. IFM Investors als Plattform verwaltet Pensionsgelder von global mehr als 30 Mio. Anspruchsberechtigten sowie weitere institutionelle Mittel in Höhe von mehr als 108 Mrd. Euro.

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