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Verbraucherzentrale: Bundesregierung setzt Empfehlungen von Datenethikkommission nicht ausreichend um

• 27.10.21 Wenn es um den Datenschutz geht, dann sind die Bürger vermehrt verunsichert worden in den letzten Monaten durch die diversen Datenskandale und Hackerangriffe. Aber auch werden immer mehr KI-Systeme in den Unternehmen eingesetzt, welche durch Algorithmen schnelle Entscheidungen treffen, auch oftmals zum Nachteil der Bürger und Verbraucher, wie zuletzt zum Beispiel bei Facebook im Rahmen der Hassreden bekannt geworden ist. Daher kritisiert die Verbraucherzentrale Bundesverband die Bundesregierung und fordert Handlungsbedarf.

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Verbraucherzentrale: Bundesregierung setzt Empfehlungen von Datenethikkommission nicht ausreichend um

Die von der Bundesregierung eingesetzte Datenethikkommission (DEK) hat deshalb vor zwei Jahren Handlungsempfehlungen zu den Themen Künstliche Intelligenz (KI), algorithmische Systeme und Datenpolitik vorgestellt. Diese sollen den Umgang mit Daten gestalten und Verbraucherinnen und Verbraucher besser vor Fehlentscheidungen und Diskriminierung schützen. In den aktuellen Vorhaben der Bundesregierung und EU-Kommission fehlen aus Verbrauchersicht weiterhin zentrale Aspekte, so die Kritik der Verbraucherzentrale Bundesverband.

Verbraucherzentrale: Bundesregierung setzt Empfehlungen von Datenethikkommission nicht ausreichend um
Verbraucherzentrale: Bundesregierung setzt Empfehlungen von Datenethikkommission
nicht ausreichend um --Abbildung: (Pixabay License)/ pixabay.com

"In der Gesamtschau bleiben Bundesregierung und EU-Kommission mit ihren aktuellen Vorhaben weiter hinter den Empfehlungen der DEK zurück. Vieles ist zu unkonkret und unverbindlich", sagt Klaus Müller, Vorstand des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv).

"Die künftige Bundesregierung muss sich zum Schutz der Nutzerinnen und Nutzer vor Diskriminierung durch KI-Systeme bekennen. Sie muss sich für Nachvollziehbarkeit und unabhängige Kontrollen von KI-Systemen einsetzen und dies mit Nachdruck auch auf europäischer Ebene vertreten. Nur so können das Vertrauen und die Akzeptanz für den Einsatz dieser Technologien bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern gestärkt werden." so die Kritik weiter.

Dabei gibt es Baustellen bei den Bereichen Transparenz und Risikofolgenabschätzung von KI-Systemen. Auch gibt es Forderungen von unabhängigen Kontrollen von kritischen KI-Systemen, die zum Beispiel zur Profilbildung und für Scoring genutzt werden. Daher wird auch ein Kompetenzzentrum Algorithmische Systeme gefordert, welches Aufsichtsbehörden durch technischen Sachverstand bei der Kontrolle algorithmischer Systeme unterstützen könnten.

Menschen vor Diskriminierung schützen

Auch muss die EU die Menschen effektiv vor Diskriminierung und ungerechter Behandlung schützt. Zuletzt ist bei Facebook Diskriminierung und ungerechte Behandlung durch die KI bekannt geworden.

Dabei sind tausende interne Dokumente und Chats zwischen Mitarbeitern und Untersuchungen von Facebook bekannt geworden, die die Whistleblowerin Frances Haugen dem US-Kongress zur Verfügung gestellt hat. Die Datenspezialistin Haugen arbeitete 2019 bis 2021 als Produktmanagerin bei Facebook im Civic Integrity Team, das Strategien entwickeln sollte, um die Nutzer vor Falschinformationen vor der US-Wahl zu schützen.

Transparenz und Nachvollziehbarkeit fehlt

Die Verbraucherzentrale untersucht daher nun regelmäßig, ob und wie Bundesregierung und EU-Kommission die Empfehlungen der DEK umsetzen. Im Oktober 2020 erschien die erste, ernüchternde Jahresbilanz. Auch ein Jahr später fällt das Urteil kritisch aus. Die Bundesregierung hat die DEK im Juli 2018 eingesetzt. Als Mitglieder wurden neben dem vzbv Vertreter der Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft benannt.

Datenschutz ist durch die DS-GVO dauerhaft gestiegen

So geben 42 Prozent der Unternehmen an, dass sie seit der DS-GVO-Einführung mehr Aufwand haben, und dieser auch künftig bestehen bleiben wird. Ein weiteres Drittel geht sogar davon aus, dass der Aufwand weiter steigen wird. Nur 19 Prozent erwarten, dass ihr gestiegener Aufwand langsam wieder sinkt, 6 Prozent haben inzwischen keinen erhöhten Aufwand mehr.

Zugleich hat mit zwei Drittel der Unternehmen die große Mehrheit die DS-GVO vollständig oder größtenteils umgesetzt, aber 29 Prozent haben die Umsetzung erst teilweise geschafft und gerade einmal 5 Prozent stehen damit noch ganz am Anfang. Vor allem kleinere Unternehmen kommen nur noch langsam voran. So geben unter den Großunternehmen mit 500 oder mehr Beschäftigten nahezu unverändert nur 3 Prozent.

Die Unternehmen, die die DS-GVO bislang noch nicht vollständig umgesetzt haben, nennen als Hauptgründe dafür, dass Corona andere Prioritäten erzwungen habe, dieses waren immerhin 82 Prozent, aber fast ebenso viele beklagen, dass sich die DS-GVO gar nicht vollständig umsetzen lasse mit 77 Prozent. 61 Prozent fehlt es zudem an den notwendigen personellen Ressourcen. Rund jedes zweite Unternehmen beklagt fortlaufende Anpassungen wegen neuer Urteile und Empfehlungen der Aufsicht mit 47 Prozent und notwendige neue Prüfungen von Datentransfers in Länder außerhalb der EU mit 45 Prozent.

Aufsicht liefert zu wenig brauchbare Unterstützung

Auch bei konkreten Fragen erhält nur eine Minderheit Unterstützung durch die Aufsicht. So hat ein Viertel dort bereits nach Hilfestellungen für die Umsetzung von Datenschutzvorgaben angefragt, aber keine Antwort erhalten. Ähnlich viele Fälle gibt es mit 28 Prozent, haben zwar Antwort bekommen, diese habe aber nicht geholfen. Nur 29 Prozent geben an, auf ihre Frage hin auch Hilfestellung erhalten zu haben.

Umfrage Datenschutz: Datenmissbrauch hat weiter zugenommen

Zuletzt hatte das Hacker Netzwerk namens Pegasus gezielt jagt auf Journalisten und Politiker durch Spionage-Software gemacht.

Daher bleibt die Sicherheitslage im Internet angespannt, wie der Branchenverband Bitkom berichtet. Immerhin sind eine zunehmende Anzahl von Menschen unmittelbar von kriminellen Vorfällen betroffen. Das zeigt der Bericht "Vertrauen und Sicherheit in der digitalen Welt", welchen der Branchenverband veröffentlicht hatte.

Umfrage Datenschutz: Datenmissbrauch hat weiter zugenommen
Umfrage Datenschutz: Datenmissbrauch hat weiter
zugenommen --Abbildung: (Pixabay License)/ pixabay.com

Demnach sagen 94 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer, dass die Bedrohung durch Kriminelle im Netz wächst. Besonders hoch ist die Angst vor Datenmissbrauch bei 79 Prozent. Im Jahr 2019 fühlten sich hiervon erst 70 Prozent bedroht. Ebenfalls groß ist die Sorge vor Schadprogrammen bei 75 Prozent sowie Passwort- und Kontodiebstahl bei 56 Prozent. Auch vor Datenspionage bei 37 Prozent sowie vor Betrug beim Online-Banking bei 35 Prozent und Online-Shopping bei 26 Prozent fürchten sich die befragten Bürger.

Dabei haben immer mehr Bürger schlechte Erfahrungen im Internet gemacht. 61 Prozent der Nutzer haben zuletzt entsprechende Erfahrungen gemacht. Im Jahr 2019 waren es noch 55 Prozent. 48 Prozent gaben nun an, eines ihrer Geräte sei mit einem Schadprogramm infiziert worden, 33 Prozent haben eine ungefragte Weitergabe persönlicher Daten an Dritte erlebt. 17 Prozent berichten, ihre Zugangsdaten seien ausspioniert worden, 15 Prozent wurden Opfer von Betrug beim Online-Shopping.

"Sicherheit ist die Basis von Vertrauen in der digitalen Welt. Diese Basis bröckelt, und wir müssen uns mit noch mehr Engagement gegen Cyberkriminelle, Datenmissbrauch oder beispielsweise Passwortdiebstahl wenden", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg..

Geht es um den Schutz ihrer Daten, sehen sich 86 Prozent der Internet-Nutzerinnen und -Nutzer selbst in der Pflicht. Dabei fühlen sich aber nur 39 Prozent in der Lage, ihre Geräte wie Smartphone oder Computer selbst vor Angriffen durch Internetkriminelle zu schützen.

Immerhin sagen 63 Prozent, sie würden nicht bemerken, wenn der Computer oder das Smartphone ausspioniert würde. Entsprechend groß ist die Bereitschaft, diese Wissenslücke zu schließen. 56 Prozent würden sich gerne weiterbilden, um sich im Internet besser schützen zu können. Im Jahr 2018 hatten sich nur 45 Prozent eine entsprechende Weiterbildung gewünscht.

Als zentrale Abwehrmaßnahmen setzen Computer-Anwenderinnen und -Anwender auf Virenschutzprogramme mit 88 Prozent und eine Firewall mit 67 Prozent. Die Zahl der Sicherheitskopien von persönlichen Daten in deutschen Haushalten bleibt indes trotz steigender Risiken gering. So erstellen nur 48 Prozent der Nutzer regelmäßig Backups.

Auch kommen zunehmend Anonymisierungsdienste wie Proxys bei einem Viertel der Nutzer zum Einsatz, einen Passwort-Safe zur zentralen Verwaltung von Zugangsdaten verwenden lediglich 15 Prozent der privaten PC-Nutzerinnen und -Nutzer.

Spionagesoftware Pegasus: Nur Drei Antiviren Programme haben einen 100 prozentigen Schutz

Neben der Spionage-Software wie Pegasus gibt es auf den Android Smartphones und iPhones zahlreiche weitere Spionage-Apps, die als Spyware getarnt, den Nutzer ausspionieren. Diese Software wird dann auch bei der heimlichen Überwachung des Smartphone Nutzers auch gerne "Stalkerware" genannt. Daher ist es nun recht spannend, welche Antiviren-Software Lösung hier einen vollen Schutz bietet.

Spionagesoftware Pegasus: Nur Drei Antiviren Programme haben einen 100 prozentigen Schutz
Spionagesoftware Pegasus: Nur Drei Antiviren Programme haben einen 100 prozentigen Schutz
--Abbildung: Av-test.org

Bei dem AV Test aus dem Mai 2021 gab es dann auch nur drei Antiviren Software-Tests, welche eine 100 prozentige Erfolgsrate hatten. Dieses waren "AVL", "Bitdefender" und Mobile Security von der Firma Trend Micro.

Spionagesoftware Pegasus: Hackerangriffe auf Journalisten und Politiker durch Israelische Firma

So hat nun ein internationales Team von Journalistinnen und Journalisten, bestehend aus Süddeutsche Zeitung, NDR, WDR und die Zeit, monatelang Listen von Telefonnummern ausgewertet, die offenbar für die Überwachung mit der Spähsoftware Pegasus ausgewählt wurden. Dabei ist Pegasus ist eine Spionage Software des israelischen Unternehmens NSO Group.

Durch die Spionagesoftware Pegasus werden gezielt Journalisten, Politiker und Menschenrechtsaktivisten ausspioniert. Auch Edward Snowden, welcher im Jahr 2013 Abhörtechniken des US-Geheimdienstes NSA aufgedeckt hatte, ist entsetzt über das Ausmaß weltweiten Überwachung: "Wir dulden keinen kommerziellen Markt für Atomwaffen, wir dulden keinen kommerziellen Markt für chemische oder biologische Waffen, aber wenn es um diese digitalen boshaften Angriffsvektoren geht, unternehmen wir rein gar nichts", so Snowden gegenüber dem britischen Guardian.

Das besondere an dieser Software ist, dass diese gezielt angeboten wird. Früher haben Regierungen diese Überwachung von Menschen durchgeführt, nun sind des Firmen. So wollen Regierungen Kriminelle oder unliebsamen Oppositionelle überwachen.

Liste von 50 000 Zielpersonen

Auch spart man sich auf diese Weise aufwendige und kostspielige Durchsuchungsbefehle. Durch die Pegasus Software haben die Auftraggeber Zugriff auf Kameras und Mikrofone, ohne dass man in Häuser der Zielpersonen eindringen muss. Dabei gibt es nun eine Liste von 50 000 Zielpersonen.

Bei den Personen auf der Liste handelt es sich um potenziellen Ausspähzielen, welche von den Kunden der israelischen Firma NSO Group ausgewählt worden sind. Dabei verkauft die NSO kommerzielle Spionagesoftware an Polizeibehörden, Geheimdienste und Armeen. Mit der Software können dann Mobiltelefone umfassend ausspioniert werden können. Dabei gibt es rund 60 Kunden in 40 Ländern. Die Firma existiert seit dem Jahr 2010 und taucht immer unter verschiedenen Namen auf. Alle Firmen gehören der NSO Group an. Dabei soll die Firma, nach eigenen Angaben, mittlerweile mehr als eine Milliarde Euro wert sein.

"Aber wenn sie dasselbe aus der Entfernung tun können, die Kosten gering sind und keinerlei Risiko besteht, dann fangen sie an, das die ganze Zeit zu tun, gegen jeden, der auch nur ansatzweise von Interesse ist", sagte Edward Snowden gegenüber britischen Zeitung.

"NSO tut das nicht, um die Welt zu retten"

"Die NSO tut das nicht, um die Welt zu retten, sondern aus einem einzigen Grund heraus: um Geld zu verdienen", so der ehemalige CIA Mitarbeiter Dabei geht es auch um den Preis, welchen die Gesellschaft für die Überwachung zahlen muss. "Wie können diese Unternehmen kommerziell dermaßen erfolgreich sein und sich rund um den Globus ausbreiten? Ganz offensichtlich haben unsere Regulierungsmaßnahmen versagt", so die weitere Snowden Kritik. Immerhin kann der einzelne Mensch gegen die Spionagesoftware nichts ausrichten und der Verzicht auf Mobiltelefone sei keine Lösung. Daher fordert Snowden gegenüber der Zeitung, dass der Verkauf der Technologie durch Firmen wie NSO verboten werden muss.

Bundesamt für Sicherheit: Wenig Sicherheit beim Homeoffice

So vergrößert die Home-Office-Situation die Angriffsfläche für Cyber-Kriminelle und nimmt damit Einfluss auf die Informationssicherheit von Wirtschaftsunternehmen in Deutschland, so dass Ergebnis einer Umfrage unter Unternehmen und Betrieben, die das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn vorgestellt hat.

Bundesamt für Sicherheit: Wenig Sicherheit beim Homeoffice
>Bundesamt für Sicherheit: Wenig Sicherheit beim Homeoffice
-Abbildung: (Pixabay.com-Lizenz)/ pixabay.com

    • Durch Corona hat sich das Angebot von Home-Office-Arbeitsplätzen mehr als verdoppelt. 58 Prozent der befragten Unternehmen wollen das Angebot auch nach der Pandemie aufrechterhalten bzw. ausweiten.
    • Die Unternehmen, die Homeoffice etablieren wollen, ziehen Digitalisierungsprojekte vor.
    • 2/3 der Großunternehmen nehmen die Pandemie als Digitalisierungsturbo wahr.
    • Angriffsfläche private IT: Nur 42 Prozent der Unternehmen nutzen ausschließlich eigene IT.
    • Über 50 Prozent der Unternehmen investieren weniger als 10 Prozent der IT-Ausgaben in Cyber-Sicherheit. Das BSI empfiehlt, bis 20 Prozent des IT-Budgets in Sicherheit zu investieren.
    • Je kleiner die Firma, desto schwerwiegender die Folgen. Für Kleinst- und Kleinunternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitenden hat eine von vier Cyberattacken existenzbedrohende Folgen.
    • Obwohl kostengünstig, werden einfache Sicherheitsmaßnahmen wie Mobil Device Management, Notfallübungen oder der Grundsatz "IT-Sicherheit ist Chefsache" nicht genügend umgesetzt.

"Home-Office ist gekommen, um zu bleiben. IT-Sicherheit ist jedoch noch zu wenig in Budgets, Abläufen und Köpfen der Unternehmen angekommen. Der Digitalisierungsturbo Corona treibt IT-Projekte in den Unternehmen voran. Das bestätigt unsere Umfrage. Als die Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes drängen wir darauf, dass Digitalisierung und IT-Sicherheit als eine Einheit gedacht und umgesetzt werden. Wer jetzt die Weichen für eine solide Informationssicherheit seiner Infrastruktur legt, der sichert seine Zukunft - in schweren Pandemiezeiten und darüber hinaus", so Arne Schönbohm, Präsident des BSI.

"In der Pandemie sind allein in Deutschland zwölf Millionen Berufstätige ins Home-Office gewechselt. Das ist keine Momentaufnahme, sondern bestimmt dauerhaft die neue Normalität. Beim für viele spontanen Wechsel ins Home-Office spielte IT-Sicherheit zu oft keine Rolle. Für mobiles Arbeiten bedarf es einer richtigen Balance zwischen dem benutzerfreundlichen Zugriff auf Unternehmensdaten und dem Schutz der IT. Gefordert sind ein robustes und risikobasiertes IT-Sicherheitsmanagement, Mitarbeiterschulungen und gut durchdachte Notfallkonzepte. Sicherheit ist kein einmaliges Projekt, Sicherheit ist ein kontinuierlicher Prozess", so Achim Berg, Präsident des Bitkom e.V..

Bundesamt für Sicherheit: Corona verschärft Cyber-Gefährdungslage

Den neuen Lagebericht haben Bundesinnenminister Horst Seehofer und BSI-Präsident Arne Schönbohm gestern in Berlin vorgestellt.

Bundesamt für Sicherheit: Corona verschärft Cyber-Gefährdungslage
Bundesamt für Sicherheit: Corona verschärft Cyber-Gefährdungslage
-Abbildung: (Pixabay License)/ pixabay.com

So arbeiten viele Menschen währen der Corona-Pandemie im Homeoffice. Viele Videokonferenzen wurden kurzfristig eingerichtet und Unterricht wird als Home-Schooling mit Laptop und Webcam abgehalten. Viele dieser Maßnahmen sind spontan umgesetzt worden. IT- und Datensicherheit spielte dabei oft eine untergeordnete Rolle.

Die aktuelle Gefährdungslage ist weiterhin geprägt von Cyber-Angriffen mit Schadsoftware, die in immer neuen Varianten und mit teils ausgefeilten Methoden eingesetzt wird. Die Zahl der Schadprogramme übersteigt inzwischen die Milliardengrenze. Allein im Berichtszeitraum sind 117,4 Millionen neue Varianten hinzugekommen, somit etwa 320.000 neue Schadprogramme pro Tag.

Weiterhin dominant ist die Schadsoftware Emotet, die das BSI schon vor rund zwei Jahren als gefährlichste Schadsoftware der Welt bezeichnet hatte. Sie bietet Angreifern zahlreiche fortschrittliche Angriffsmöglichkeiten. Daten werden immer öfter nicht nur verschlüsselt, sondern von Cyber-Kriminellen kopiert und ausgeleitet. Die Angreifer drohen zusätzlich damit, die Daten an Interessenten zu verkaufen oder zu veröffentlichen. Damit erhöhen die Angreifer den Druck auf das Opfer, der Lösegeldforderung nachzukommen.

Cyber-Angriffe auf Unternehmen und Institutionen

Von den Cyber-Angriffen betroffen sind Unternehmen und Institutionen aller Größen und Branchen. So wurden Automobilhersteller und ihre Zulieferer angegriffen, ebenso wie Flughäfen und Fluggesellschaften. Auch kleine und mittelständische Unternehmen, die sich durch Alleinstellungsmerkmale wie zum Beispiel die Produktion spezieller Komponenten im Maschinenbau auszeichnen, wurden Opfer von Cyber-Angriffen. Ebenso waren kommunale Verwaltungen, Krankenhäuser und Hochschulen von Ransomware-Angriffen betroffen.

"In der akuten Situation habe ich durchaus Verständnis dafür. Jetzt aber, nachdem sich vieles eingespielt hat, gilt es, dieses 'neue Normal' nachhaltig und sicher zu gestalten. Tun wir dies nicht, dann werden wir die Folgen in einigen Wochen oder Monaten spüren. Wenn wir weiterhin von der Digitalisierung profitieren wollen, dann dürfen wir es Angreifern nicht zu leicht machen. Der neue Lagebericht des BSI macht aber auch deutlich, dass wir die Cyber-Sicherheit in Deutschland ein gutes Stück vorangebracht haben. Als Cyber-Sicherheitsbehörde des Bundes übernimmt das BSI Verantwortung, indem wir uns mit den Risiken der Digitalisierung auseinandersetzen und aufzeigen, wie wir diesen wirksam begegnen können", erklärt BSI-Präsident Arne Schönbohm.

Bei Daten-Leaks waren in einem Fall allein in Deutschland im Zeitraum von Juli bis September 2019 etwa 15.000 Patientendatensätze mit mehreren Millionen medizinischen Bildern öffentlich ohne Passwortschutz zugänglich. Die Informationen lagen auf sogenannten PACS-Servern (Picture Archiving and Communication Systems), die im Gesundheitswesen zur Bildarchivierung genutzt werden.

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