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Fachkräftemangel Deutschland: Drei Viertel der Unternehmen brauchen IT-Spezialistinnen

• 27.04.22 Der Fachkräftemangel in Deutschland wird oftmals auch zu einer existenziellen Bedrohung für den Mittelstand und kleinere Unternehmen, da diese kaum noch Fachkräfte finden. Hinzu kommt, dass man sehenenden Auges in diese Katastrophe geschlittert ist, weil die Digitalisierung in den Schulen verschleppt wird und der Informatik Unterricht sogar Jahrzehnte lang boykottiert wurde durch Politik und unfähige Minister.
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Fachkräftemangel Deutschland: Drei Viertel der Unternehmen brauchen IT-Spezialistinnen

Mit Karin Prien, SH-Bildungsministerin und amtierende Vorsitzende der Kultusministerkonferenz, haben die Bürger und Unternehmer ein Paradebeispiel an Selbstverliebtheit, welches wohl nur noch durch die Ampelregierung beim Impfen und Unterstützung der Ukraine im Krieg getoppt wird an chaotischen Zuständen.

Fachkräftemangel Deutschland: Drei Viertel der Unternehmen brauchen IT-Spezialistinnen
Fachkräftemangel Deutschland: Drei Viertel der Unternehmen brauchen IT-Spezialistinnen
Screenshot: pixabay.com

Immerhin hatte die SH-Bildungsministerin ihr Twitter Konto gelöscht, nachdem diese emphatielose Vergleiche von verstorbenen Kindern machte und diese auch noch versuchte zu rechtfertigen. Die Digitalisierung in der Schule wird hier weiterhin aufgrund von persönlichen Profilierungssüchten verschlafen. Reue?, bislang gab es keine öffentliche Reue. Sollen solche Minister Deutschlands Wirtschaft stärken?. Solche Fragen werden immer öfters als Rhethorik bezeichnet.

78 Prozent der Unternehmen fordern Pflichtfach Informatik

"Es zählt, was Du willst" - unter diesem Motto findet am Donnerstag, dem 28. April, der bundesweite Girls' Day statt, ein jährlicher Aktionstag, um Mädchen und junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe zu begeistern. In diesem Jahr stehen die Themen Digitalisierung und Nachhaltigkeit besonders im Fokus. Wie groß der Handlungsbedarf in der Wirtschaft und die Chancen für Frauen sind, zeigt eine Studie des Branchenverbandes Bitkom.

Die Forderungen nach Informatik als Pflichtfach und Förderung von Frauen in der Informatik gibt es schon länger.

Demnach erklären 75 Prozent der deutschen Unternehmen, dass die Wirtschaft auf Frauen mit IT-Expertise angewiesen ist, um dem Fachkräftemangel zu begegnen. 77 Prozent wünschen sich deshalb, dass Mädchen bereits in der Schule stärker für MINT-Berufe, also Tätigkeiten in den Themenfeldern Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurswissenschaften und Technik, begeistert werden.

"In Deutschland fehlt es an Expertinnen und Experten, um die Digitalisierung zu treiben und geschlechtergerecht zu gestalten. 96.000 Stellen für IT-Fachkräfte sind unbesetzt. Dabei bietet die Digitalbranche eine große Vielfalt spannender und zukunftssicherer Aufgaben. Sie gilt es in Berufsorientierungsangeboten im schulischen und außerschulischen Bereich zu vermitteln - und zwar klischeefrei", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

57 Prozent der Unternehmen beklagen, das deutsche Bildungssystem sei nicht darauf angelegt, IT-Kompetenzen bei Frauen zu fördern. 78 Prozent fordern deshalb, Informatikunterricht in der Schule verpflichtend einzuführen. Übernehmen Firmen die finanzielle Förderung von IT-Weiterbildungsmaßnahmen für Frauen selbst, wünschen sich 67 Prozent dafür steuerliche Anreize.

"Damit Deutschlands digitale Transformation gelingt, muss die digitale Bildung von Mädchen und jungen Frauen ganz oben auf der bildungs-politischen Agenda des Landes stehen", so Berg. "Das Interesse von Mädchen und jungen Frauen an digitalen Technologien muss viel früher geweckt werden. Deutschland braucht ein Pflichtfach Informatik ab Sekundarstufe I.".

Digitalisierung Schule: 38 Prozent der Schüler fordern digitalen Unterricht

Immerhin wünschen sich nun fast 40 Prozent der Kinder und Jugendlichen in den Schulen den digitalen Unterricht. Informatik in der Schule wird schon seit Jahrzehnten von den Informatikern und von der Gesellschaft gefordert. Dabei ist offensichtlich, dass auch darunter die deutsche IT-Wirtschaft durch den Fachkräftemangel zu leiden hat. Das Problem sind daher die Bildungsminister der Länder, welche mit Informatik auf dem Kriegsfuß stehen, anders kann man die mißliche Lage bei den Schulen nicht deuten. Die Schulen sind dabei Ländersache.

Im Unterricht gibt es zahlreiche Möglichkeiten ein Smartphone einzusetzen. Immerhin wollen dieses 38 Prozent aller Zehn- bis Achtzehn-Jährigen Schüler. An Gymnasien wollen das 37 Prozent, an anderen Schulformen 42 Prozent, so dass Ergebnis einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom.

Digitalisierung Schule: 38 Prozent der Schüler fordern digitalen Unterricht
Digitalisierung Schule: 38 Prozent der Schüler fordern digitalen Unterricht
Screenshot: pixabay.com

"Der Wunsch nach digitalem Unterricht zeigt, wie wichtig entsprechende Kompetenzen in der Schulleitung und im Lehrkörper sind. Jetzt diskutiert Deutschland wieder über Notfallpläne angesichts steigender Infektionszahlen und drohender Personalausfälle. So wie Unternehmen ihre Teams unproblematisch mobil arbeiten lassen, so sollten Schulen zu Beginn des dritten Corona-Jahrs den Hebel jederzeit auf Home Schooling umlegen können", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg.

Mittlerweile sind Digitale Technologien unerlässlich, damit alle Schülerinnen und Schüler jederzeit und unabhängig von der jeweiligen Corona-Situation am Unterricht teilhaben können, so die weitere Feststellung im Rahmen der Schüler-Umfrage.

Auch gibt es von den Schülern wünsche für den Einsatz digitaler Technologien. 59 Prozent der Zehn- bis Achtzehnjährigen meinen, dass Smartphones nur an bestimmten Orten oder nach klaren Vorgaben genutzt werden sollten. Ein Verbot während Klassenarbeiten befürwortet mehr als die Hälfte mit 54 Prozent. Dass Handys im Unterricht grundsätzlich verboten sein sollten, findet nur ein 26 Prozent.

Digitalisierung Schule: Forderungen nach Informatik als Pflichtfach --Förderung von Frauen in der Informatik

Mehr als 50 führende Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft haben das Bündnis #SheTransformsIT im Herbst 2020 zum Digital-Gipfel der Bundesregierung gegründet, um mehr Frauen in die Digitalisierung zu bringen. Unterstützt wird die Initiative übergreifend von den Fraktionen von CDU/CSU, SPD, FDP, Die Linke und Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag.

Derzeit fehlen in Deutschland aktuell über 86.000 IT-Fachkräfte, so die Berichtererstattung in vielen Medien, allerdings geht es dabei oft auch um Lohndumping in der IT-Branche. Erfahrene IT-Experten kosten halt Geld und bringen im Gegenzug Erfahrung und Leistung. Desalb sind Zahlen im hohen fünfstelligen Bereich immer mit Vorsicht zu geniesen.

16 Jahre Merkel und damit auch CDU Politik gegen Informatik

Aber es gelingt Deutschland weiterhin nicht, Mädchen und Frauen für Digitalberufe zu begeistern. Diesen Umstand konnte man schon seit den 80er Jahren in den Schulen und Universitäten verfolgen. "16 Jahre Merkel und damit auch die CDU Politik, waren mit dem Aufbau von Informatiker feindlichen Strukturen in den Ländern und Bundesbehörden verbunden. Immerhin fehlen dem Bundeskartellamt Informatiker, um im Kampf gegen Google und Facebook Schritt halten zu können. Bei den Datenschützern der Länder sieht es ebenfalls nicht besser aus. Bei der Digitalisierung der Schulen kann man nur von einem Offenbarungseid der Planlosigkeit bei den verantwortlichen in den Ländern reden", so die Kritik vom Chefredakteur vom Redaktionsnetzwerk Tarifrechner, Dipl. Inform. Martin Kopka.

Der Frauenanteil in Deutschlands ITK-Branche liegt zum Beispiel bei 17 Prozent. Damit Frauen den digitalen Umbruch künftig in allen Bereichen gestalten können, hat das Bündnis #SheTransformsIT, hinter der Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Wissenschaft und Zivilgesellschaft stehen, einen 10-Punkte-Plan für ein zukunftsfähiges Deutschland entwickelt.

Die Maßnahmen orientieren sich an der weiblichen Lebenswelt und Weichenstellungen wie Schulzeit, Ausbildungswahl oder Familienplanung. Ziel ist es, in der kommenden Legislaturperiode einen digitalen Frauenpakt zu schließen.

Verpflichtender Informatikunterricht

So fordert die Initiative, dass Mädchen in der Schule natürlich und gestaltend, mit der Digitalisierung in Kontakt zu bringen sind. Dafür brauche es verpflichtenden Informatikunterricht für alle und gendersensible Schulbücher.

"Informatik für alle bedeutet, mit dem Pflichtfach Informatik für alle Mädchen und Frauen den Zugang zu Informatik-Kenntnissen und damit die Basis zur Mitbestimmung über IT zu sichern. Gleichzeitig sollten wir Technikstereotype in der Werbung oder in Schulbüchern nicht länger dulden", mahnt Ira Diethelm, Präsidiumsmitglied der Gesellschaft für Informatik und Professorin für Didaktik der Informatik an der Carl von Ossietzky Universität. Interdisziplinäre Studiengänge und Mentoring-Programme sollten nach dem Schulabschluss den Weg in einen Digital-Job ebnen.

Die Initiative arbeitet sektorübergreifend an Lösungen, um einen nachhaltigen Wandel hin zu mehr Frauen in der Digitalisierung in Bildung, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft zu fördern. Um mehr Frauen für die Digitalisierung zu gewinnen, müssten nicht nur Rahmenbedingungen geschaffen, sondern diese auch nachhaltig in Bildungseinrichtungen, in der Wissenschaft und in Unternehmen verankert werden, so die Initiative.

Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit ersten Laptops für Schulen --Jahrelang geschlafen!

Bislang haben sich die Schulen oftmals in Eigeninitiative um die Digitalisierung bemüht. Dabei haben die Eltern auch die Kosten für die Digitalisierung bezahlt. Allerdings kann sich nicht jede Familie einmalige Kosten von über 1.000 Euro für ein Laptop und Tablet PC leisten.

Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit ersten Laptops für Schulen --Jahrelang geschlafen!
Digitalisierung Schule: SH-Bildungsministerin Prien mit ersten Laptops
für Schulen --Jahrelang geschlafen! -Bild: © PublicDomainPictures ((Pixabay-Lizenz)/ pixabay.com

Nun stellt die SH Landesregierung erstmals Laptops und auch Administration, Support, Wartung, Vor-Ort-Service und die Ersatzbeschaffung von Geräten. Dieses wird zentral durch das Land sichergestellt. Seit Anfang Juni konnten die Schulen ihre Bestellungen aufgeben, jetzt werden die ersten Geräte ausgeliefert.

"In den vergangenen Monaten haben wir die Digitalisierung unserer Schulen in großen Schritten vorangetrieben. Das war und ist ein unglaublicher Kraftakt", sagte Ministerin Prien. Sie hob außerdem hervor, dass es gelungen sei, erstmals eine flächendeckende und nachhaltige Strategie auf den Weg zu bringen, bei auch der Support, Wartung und Ersatzbeschaffung gesichert seien.

Bis zum Jahr 2024 werden rund 30 Millionen Euro für die Beschaffung der digitalen Endgeräte für Lehrkräfte in Schleswig-Holstein bereitgestellt, weitere 11 bis 15 Millionen Euro kommen pro Jahr für die Administration und den Support hinzu. Aus dem Digitalpakt des Bundes kommen 17 Millionen Euro für das Projekt, den Rest trägt das Land.

Die Schulen können wählen zwischen vier Modellen (MMS Surface, zwei Modelle von HP-Notebooks und iPad). Schulleitung und Kollegium treffen unter Beteiligung des örtlichen Personalrats die Auswahl, wobei der Medienentwicklungsplan und das Ausstattungsprofil der einzelnen Schule beachtet werden müssen. Außerdem muss der Schulträger in die Beschaffung eingebunden werden. Anschließend können die Geräte dann über ein Online-Formular direkt bei Dataport bestellt werden.

Aktuell haben bereits 152 Schulen ihre Bestellungen abgegeben und 4.353 Geräte für Lehrkräfte aller Schularbeiten bestellt, die jetzt nach und nach ausgeliefert werden. Die Geräte sind vorkonfiguriert und es wird eine kurze Handreichung für die Inbetriebnahme bereitgestellt.

Tatort Corona Lockdown Schule: Eltern fordern schnellere Digitalisierung der Schulen

Immerhin wollen 77 Prozent der Eltern die Digitalisierung der Schulen, diese geht ihnen auch zu langsam voran, und 40 Prozent sind der Meinung, es "sogar viel zu langsam".

Der Digitalisierung steht die große Mehrheit grundsätzlich positiv gegenüber. 85 Prozent beurteilen sie als Chance für die Schulen. Demgegenüber sehen nur 10 Prozent darin ein Risiko. Beim Blick auf die Schulen ihrer Kinder sehen die meisten Eltern großen Nachholbedarf.

83 Prozent fordern, verstärkt in die IT und Ausstattung mit digitalen Endgeräten zu investieren Die Eltern vergeben für die Ausstattung mit digitalen Endgeräten auf der Schulnotenskala im Durchschnitt eine 3- (3,4 - "befriedigend"). Ebenfalls "befriedigend" (3,2) lautet das Urteil zur Verfügbarkeit eines Internetzugangs. Jeweils mit einer 4+ ("ausreichend") werden die Schulen bei der Verfügbarkeit von W-Lan in Klassenräumen (3,5), dem Zustand der digitalen Endgeräte (3,6) und der Hilfe bei IT-Problemen (3,6) bewertet.

Von der Politik fordern Eltern mehr Zentralisierung. 78 Prozent sehen den Föderalismus als Bremsklotz für die Digitalisierung der Schulen. 69 Prozent befürworten, dass der Bund mehr Entscheidungskompetenzen in der Bildungspolitik haben sollte.

"Die Eltern zeichnen ein eher ernüchterndes Bild von der Digitalisierung der Schulen und erwarten, dass das Tempo angezogen wird. Die Corona-Pandemie hat die Digitalisierung in vielen Bereichen massiv beschleunigt, und diese Beschleunigung brauchen wir auch in den Schulen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder.

Und weiter "Eltern von Schulkindern sind in der Corona-Pandemie ohnehin mehrfach belastet. Funktioniert der digitale Unterricht nicht, müssen Eltern neben allem anderen auch noch Hilfslehrkräfte spielen..

Digitales Lernen in den meisten Haushalten Standard

Dabei ist digitales Lernen in den meisten Haushalten Standard. 78 Prozent der Kinder benutzen täglich ein digitales Endgerät im Zusammenhang mit dem Lernen oder der Vorbereitung für die Schule. Bei weiteren 16 Prozent wird zwar grundsätzlich auch digital gelernt, aber nicht täglich. 4 Prozent der Eltern geben an, dass gar nicht mit digitalen Endgeräten gelernt wird. Die durchschnittliche Bildschirmlernzeit beträgt 4 Stunden und 20 Minuten täglich.

In nur 63 Prozent der Elternhäuser steht den Schülerinnen und Schülern ein eigenes digitales Endgerät zur Verfügung. In jedem fünften Elternhaus können Kinder ein Gerät der Eltern nutzen. In 7 Prozent der Elternhäuser teilen sich mehrere Kinder ein eigenes Gerät. In 4 Prozent der Elternhäuser wird ein von der Schule gestelltes Gerät genutzt. Als Gerätekategorie sind Notebooks sind besonders populär, die in 65 Prozent der Fälle für Schulaufgaben zum Einsatz kommen.

Digitaler Unterricht in neun von zehn Elternhäusern

Während coronabedingter Schulschließungen haben digitale Unterrichtsangebote neun von zehn Elternhäuser (91 Prozent) erreicht. Dazu zählen Videokonferenzen mit 83 Prozent, Online-Präsenzunterricht mit 77 Prozent und Lernplattformen mit 65 Prozent.

Jedes dritte Elternhaus hatte den Fall, dass Aufgaben oder Dokumente aus der Schule abgeholt werden mussten. Bei 8 Prozent wurden Unterrichtsmaterialien per Post zugesandt. Spezielle Apps zum mobilen und individuellen Lernen sind demgegenüber noch kein Standard, kommen aber immerhin in 44 Prozent der Elternhäuser zum Einsatz. Nur 4 Prozent der Eltern sagen, dass Lehrkräfte solche Apps an allen Unterrichtstagen einsetzen. Bei 28 Prozent ist es regelmäßig, aber nicht an allen Unterrichtstagen. Bei 30 Prozent werden Lern-Apps nur in Ausnahmefällen und bei 29 Prozent nie eingesetzt.

Lehrkräfte kommunizieren am liebsten per E-Mail und am Telefon

Wenn Lehrerinnen und Lehrer mit Eltern in Kontakt treten, geschieht dies überwiegend über traditionelle Kommunikationsmittel. So kommunizieren 71 Prozent der Eltern per E-Mail mit Lehrkräften. Gut die Hälfte greifen dafür zum Telefonhörer. Erst dahinter rangieren neuere digitale Kommunikationsmittel wie eine schulinterne Online-Plattform, Messenger, Soziale Netzwerke und Videotelefonie.

Tatort Corona Lockdown Schule: Corona-Note mangelhaft von den Eltern

Wichtig ist für eine große Mehrheit der Eltern, dass die Digitalisierung der Schulen entschieden und schnell vorangeht und die technische Ausstattungen verbessert werden.

Dazu gehören Lernmittel und Lehrpläne zu modernisieren und Lehrer entsprechend weiterzubilden. Dem Bund sollte bei der Digitalisierung der Bildung nach mehrheitlicher Ansicht eine sehr viel größere Verantwortung zugestanden werden als bisher, so der Branchenverband.

Bei der Umfrage wurden 1.003 Personen in Deutschland ab 16 Jahren befragt, darunter 269 Eltern schulpflichtiger Kinder befragt.

"Die Corona-Krise hat unser Bildungssystem vor eine Zerreißprobe gestellt. Bei vielen Bürgern wurde massiv Vertrauen verspielt, weil Unterricht zu oft ersatzlos gestrichen wurde und viele Schulen nicht in der Lage waren, die ihnen anvertrauten Schüler auch nur ansatzweise zu betreuen", sagt Bitkom-Präsident Achim Berg. "Die massiven Verunsicherungen durch Behörden und Datenschutzbeauftragte haben dann auch noch die digitalen Vorreiter unter den Schulen und Lehrkräften ausgebremst. Corona ist der Startschuss für die Digitalisierung der Schulen. Jetzt heißt es, die Digitalisierung der Schulen von Null auf Hundert zu beschleunigen und das von jetzt auf gleich..

Home-Schooling gehört für jeden Zweiten zur neuen Normalität

Nach Einschätzung von Eltern wie auch der Gesamtbevölkerung ist an den meisten Schulen der Wechsel ins virtuelle Klassenzimmer nicht geglückt. Als gerade noch "ausreichend" wird der Stand der digitalen Bildung in Deutschland bewertet, etwa wenn es um Geräteausstattung, Internetanbindung und digitale Unterrichtsinhalte der Schulen geht.

Für die Digitalisierung der Schulen im Durchschnitt gab es die Schulnote 4,2, Versetzung gefährdet. Die Corona-Krise hat den Digitalisierungsdruck auf die Schulen massiv erhöht. So sind 89 Prozent der Eltern der Ansicht, dass die Pandemie die Defizite bei der Digitalisierung der Schulen schonungslos offengelegt hat.

Etwa ebenso viele Eltern fordern, dass alle Schulen in die Lage versetzt werden sollten, noch in diesem Schuljahr per Home-Schooling zu unterrichten. Für jeden Zweiten soll das auch zur neuen Normalität werden.

Bis zum Ende der Pandemie sollten Schulen für 20 Prozent der Eltern am besten ganz geschlossen bleiben und es sollte ausschließlich per Home-Schooling unterrichtet werden.

Für den Aufbruch in die digitale Zukunft brauchen Schulen Infrastruktur, entsprechende Inhalte und pädagogische Konzepte und digital kompetente Lehrer. Was IT-Fragen betrifft, hat die Verbesserung der technischen Ausstattung der Schulen höchste Priorität, um die Digitalisierung der Schulen voranzubringen.

Zur Digitalisierung der Schulen schlägt der Bitkom die flächendeckende Einrichtung von Smart Schools vor. Smart Schools sind digitale Vorreiterschulen und gründen sich auf die drei Säulen Infrastruktur, pädagogische Konzepte und Inhalte sowie digital kompetente Lehrkräfte.

Überall im Bundesgebiet gibt es bereits exzellente digitale Schulen, die vom Bitkom in einem jährlich stattfindenden Wettbewerb ausgezeichnet werden. Die Entscheidung trifft eine renommierte Jury auf Grundlage der eingereichten Digitalisierungskonzepte. Derzeit gibt es 61 Smart Schools in öffentlicher wie freier Trägerschaft in Deutschland.

Digitalpakt mit 500 Millionen Euro Nachschlag für Schulen

So sollen nun jeder Lehrer einen Dienstlaptop bekommen. Schulen sollen zügig ans schnelle Internet angeschlossen werden. Bund und Länder wollen dafür in diesem Jahr 500 Millionen Euro ausgeben.

Allerdings ist das Versprechen nicht neu, nur man hat gesehen, dass bessere digitale Bildung auch in Zeiten der Corona Pandemie vorherrscht. So sollten schon 5 Milliarden Euro ab dem vergangenen Jahr an die Schulen fließen. Zum Beispiel für Laptops oder WLAN in den Klassenzimmern. Doch das Geld kommt bis heute kaum an den Schulen an.

Digitale Klassen
Digitale Geräte im Schuleinsatz sind noch selten --Quelle: Apple

Digitale Klassen sind noch selten im Einsatz

Die Mehrheit der Lehrer steht digitalen Medien aufgeschlossen gegenüber und würde diese auch gerne häufiger im Unterricht einsetzen. Allerdings fehlt es in vielen Schulen an der technischen Ausstattung. Auch wünschen sich viele Lehrer eine bessere Aus- und Weiterbildung speziell im Hinblick auf Digitalthemen.

Der neue Digitalpakt zur Digitalisierung der Schulen, für den die Politik gerade den Weg frei gemacht hat, stößt in der Lehrerschaft auf breite Zustimmung, geht vielen aber noch nicht weit genug. Denn fast alle Lehrer sehen Deutschlands Schulen bei der Digitalisierung im internationalen Vergleich hinterherhinken, so die Ergebnisse einer Umfrage des Branchenverbandes Bitkom bei 503 Lehrern.

So würden 54 Prozent der Lehrer gerne häufiger digitale Medien einsetzen. Größtes Hemmnis ist oft die fehlende Technik. 58 Prozent sagen, dass es an den nötigen Geräten für die Nutzung im Unterricht mangelt. Dahinter folgt die Sorge, dass die Technik im Unterricht versagt mit 36 Prozent. Auch ein fehlendes pädagogisches Konzept bei 13 Prozent und unzureichende Technik-Kenntnisse bei 12 Prozent spielen eine Rolle.

Oft gibt es in vielen Schulen nur eine digitale Grundausstattung. So gibt es Beamer mit 99 Prozent, Notebooks bei 82 Prozent und stationärer PC bei 87 Prozent der Schulen. Dieses sind jedoch meist nur als Einzelgeräte oder in speziellen Fachräumen verfügbar. Von einer Ausstattung für alle Schüler in einer Klasse kann keine Rede sein.

Den Digitalpakt, durch den für die Digitalisierung der Schulen in den kommenden Jahren fünf Milliarden Euro bereitgestellt werden sollen, sieht die Lehrerschaft positiv. 96 Prozent der Lehrer sind der Meinung, dass die Schulen neben Geld auch digitale Konzepte, digitale Inhalte und entsprechend kompetente Lehrer brauchen, um für das digitale Zeitalter gewappnet zu sein. 93 Prozent denken, dass die angekündigten Digitalpakt-Mittel in Höhe von fünf Milliarden Euro nicht ausreichen. Dagegen lehnen lediglich 13 Prozent den Digitalpakt grundsätzlich ab.

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