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Jahrestag Cell Broadcast: 219 Katastrophen-Warnungen in Deutschland

• 22.02.24 Notrufe über das Handy sind mittlerweile Überlebensnotwendig, wenn es um schwere Unfälle oder Unglücke geht. So war am 11. Februar der Europäische Tag des Notrufs 112. So gab der Mobilfunkprovider Vodafone nun bekannt, dass das neue Katastrophen-Warnsystem "Cell Broadcast" bereits 219-mal seit dem Start vor einem Jahr am 23. Februar 2023 in Deutschland eingesetzt wurde.

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Jahrestag Cell Broadcast: 219 Katastrophen-Warnungen in Deutschland

Dabei zieht der Mobilfunkprovider Vodafone eine positive Jahresbilanz. "Das neue System funktioniert in unserem Netz sehr zuverlässig. Mit Cell Broadcast wird die jeweils betroffene Bevölkerung jetzt gezielt und schnell vor akuten Gefahren gewarnt", unterstreicht Vodafones Netz-Chefin Tanja Richter den Nutzen der neuen Technologie.

Jahrestag Cell Broadcast: 219 Katastrophen-Warnungen in Deutschland
Jahrestag Cell Broadcast: 219 Katastrophen-Warnungen in Deutschland -Bild: © Vodafone

Dabei ergänzt derzeit Cell Broadcast die bisherigen Warnsysteme wie beispielsweise Sirenen, Rundfunk, TV oder Apps.

So wurden die Bevölkerung im ersten Jahr des neuen Systems bei 98 Großbränden gewarnt. Vor allem in Wohn- und Industrie-Gebieten sowie auf großen Waldflächen. Auch wurde die Bevölkerung 40mal vor Gefahren durch heftige Unwetter gewarnt.

Dabei geht es um Orkanböen, sintflutartiger Starkregen, schwere Gewitter, extremes Glatteis und Überschwemmungen. Ein solches Naturereignis war auch der Anlass, um Cell Broadcast deutschlandweit einzuführen. Diese Entscheidung fiel nach der Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz im Juli 2021.

NRW mit meisten Warnungen mit Cell Broadcast

Die meisten Warnungen gab es in NRW, dann folgt Rheinland-Pfalz und Bayern. Im Vergleich der Bundesländer führt Nordrhein-Westfalen das Ranking der ausgesendeten Warnungen laut Vodafone an.

Im bevölkerungsreichsten Bundesland wurden innerhalb eines Jahres zu insgesamt 59 Ereignissen die Meldungen via Cell Broadcast verschickt. Es folgen Rheinland-Pfalz (32), Bayern (25), Hessen (20) sowie Niedersachsen (19) und Schleswig-Holstein (19).

Das Cell Broadcast-System bestand auch den Belastungstest beim bundesweiten Warntag am 14. September 2023. Hier waren mehr als 50 Millionen Handys an diesem Tag gleichzeitig zur Probe geschaltet.

Telekom Mobilfunknetz: Mehr als 30 Mio. Notrufe pro Jahr

Die aktuellen Zahlen der Telekom dazu belegen die große Bedeutung des Notrufs. Pro Tag werden in Deutschland durchschnittlich rund 84.000 Notrufe über Festnetz und Mobilfunk abgesetzt. Jede Sekunde wird also einmal der Notruf gewählt.

So waren es im Jahr 2023 insgesamt über 30 Millionen Notrufe. Alle 112 Notrufe gehen in Deutschland durch das Netz der Telekom. Denn sie gewährleistet den reibungslosen Betrieb des Dienstes der rund 250 Leitstellen von Feuerwehr und Rettungsdienst.

Telekom Netz: Mehr als 30 Millionen Notrufe pro Jahr
Telekom Netz: Mehr als 30 Millionen Notrufe pro Jahr --Bild: © Telekom

Dabei setzt die Telekom auf ein 30-köpfiges Team, das dafür sorgt, dass jeder Notruf sein Ziel erreicht und somit Hilfe rechtzeitig eintreffen kann. Das Team sitzt in Meschede (NRW) und ist rund um die Uhr im Einsatz. Es überprüft proaktiv die Anbindung der Notrufnummern 112 der Feuerwehren und Rettungsdienste und 110 der meisten Polizei-Leitstellen bundesweit.

Notrufe via Handy

So kommen nun schon mehr als 90 Prozent der Notrufe über das Mobilfunknetz zu den Leitstellen von Feuerwehr und Polizei. 80 Prozent davon erreichen die Leitstellen über neue Mobilfunktechnologien wie 4G und 5G. Nur noch jeder fünfte Notruf kommt über GSM/2G. Die durchschnittliche Dauer eines Notrufs betrug im zurückliegenden Jahr 96 Sekunden.

Die meisten Notrufe gab es im vergangenen Jahr am 22. Juni: Das Unwettertief "Lambert" hatte in ganz Deutschland zu vielen zusätzlichen Feuerwehreinsätzen geführt. Besonders im Norden und Westen waren während "Lambert" Großaufgebote von Feuerwehr und Polizei unterwegs.

Damals brachte das Tiefdruckgebiet enorme Regenmengen mit sich. So gab es doppelt so viele Notrufe wie gewöhnlich. Der Höhepunkt wurde damals um 19 Uhr erreicht. Innerhalb von zehn Minuten zählte die Telekom über 10.000 Notrufversuche im Zuständigkeitsbereich einer einzigen Leitstelle.

Telekom entwickelt eCall weiter

Seit April 2018 müssen neuen Autotypen in der EU mit dem automatischen Notrufdienst eCall ausgestattet sein. eCall nutzt Mobilfunk und Satellitenortung, um nach einem Unfall eine Telefonverbindung zur Notrufnummer 112 herzustellen. Dieses geschieht dann automatisch oder wird von den Insassen ausgelöst.

Bei der Telekom nutzt die nächste Generation des eCalls das 4G-Netz statt wie bisher 2G. Dieser Technologiesprung bringt nochmal deutliche Verbesserungen. Zum Beispiel werden die Rufaufbauzeiten schneller und es können höhere Datenmengen übertragen werden. Damit sind sogar Livebilder aus dem Unfallfahrzeug denkbar.

Diese Funktionen verbessern die Unfallbewertung und die Rettungsmaßnahmen. Das neue Notrufsystem können Fahrzeughersteller und Notrufzentralen ab sofort deutschlandweit im Netz der Telekom testen.

Vodafone Notruf Jahresrückblick: Cell Broadcast schon 240 mal eingesetzt

Das neue Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast wurde bereits 240mal erfolgreich bei Vodafone im Mobilfunknetz eingesetzt. Allein an den Weihnachtstagen wurde die Bevölkerung in betroffenen Gebieten zehnmal vor Hochwasser und Überflutungen gewarnt. Und über das Mobilfunk-Netz von Vodafone wurden im Jahre 2023 insgesamt rund 6 Millionen Notrufe abgesetzt. Dieses waren im Schnitt mehr als 16.000 Notrufe pro Tag.

Am 23. Februar 2023 wurde das neue Katastrophen-Warnsystem Cell Broadcast bundesweit eingeführt. Seitdem kam die neue Technologie bereits 240mal zum Einsatz.

Vodafone Notruf: Cell Broadcast schon 240 mal eingesetzt
Vodafone Notruf: Cell Broadcast schon 240 mal eingesetzt --Bild: © Vodafone

"Mit Cell Broadcast wird die Bevölkerung in betroffenen Gebieten auf ihren Handys jetzt gezielt und schnell vor Unwettern, Großbränden, Erdbeben, Überflutungen, Bombenentschärfungen oder anderen akuten Gefahren gewarnt", so Vodafones Netz-Chefin Tanja Richter.

Anlass für die Einführung von Cell Broadcast war die verheerende Flutkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz im Sommer 2021. Cell Broadcast ergänzt nunmehr den bestehenden Warnmittel-Mix aus Sirenen, Rundfunk, TV, Apps und.

Das System bestand auch den Belastungstest beim bundesweiten Warntag am 14. September 2023. So ging bei mehr als 50 Millionen Handys an diesem Tag der Alarm los. Inzwischen können auch ältere Handys die Warnungen empfangen. Das neue System wurde in jede der mehr als 26.000 Mobilfunk-Stationen von Vodafone eingebaut.

Die meisten Handy-Warnungen via Cell Broadcast wurden seit der Einführung in NRW verschickt: Hier wurde das neue System bislang 60mal eingesetzt (Stand: 27. Dezember 2023). Es folgen Rheinland-Pfalz (39 Einsätze) vor Bayern (28), Niedersachsen (25), Hessen (23) und Schleswig-Holstein (22).

Telekom Notruf: Neuer Notruf NG eCall von der Telekom

Bei der Telekom gibt es erstmals ein Pilotprojekt, welches die Kommunikation mit der Notrufzentrale im Notfall unterstützt. Die Kommunikation läuft über das Fest- und Mobilfunknetze der Telekom. Dabei gibt es eine Kooperation von der Telekom mit Qualcomm Technologies. Dabei soll das Mobilfunknetz für die nächste Generation der automatischen Notrufsysteme in Kraftfahrzeugen vorbereitet werden.

Seit April 2018 ist für alle neuen Fahrzeugmodelle ein sogenanntes eCall-System Pflicht. Das von der Europäischen Union vorgeschriebene automatische Notrufsystem ist technisch mittlerweile veraltet. Mit dem Next Generation Emergency Call (NG eCall) bekommt es ein zukunftsfähiges Update.

Telekom Notruf: Neuer Notruf NG eCall von der Telekom
Telekom Notruf: Neuer Notruf NG eCall
von der Telekom --Bild: © Telekom

Für das Pilotprojekt arbeitet die Telekom mit Qualcomm Technologies und cetecom advanced zusammen. Qualcomm Technologies, ein Hauptakteur in der Automobilindustrie, stellt den Prototypen der Bordelektronik (In-Vehicle System, IVS) zur Verfügung. Der Dienstanbieter cetecom advanced steuert die Testversion der Notrufzentrale (Public Safety Answering Point, PSAP) bei.

So überträgt NG eCall die Daten über LTE und stellt auch eine Sprechverbindung zum Fahrzeug über das kommerzielle 4G-Netz her. LTE ist in Europa sehr stark verbreitet und bietet eine große Netzabdeckung. So können nun Fahrzeughersteller und Betreiber von Notrufzentralen das neue Notrufsystem ab sofort im Netz der Telekom deutschlandweit testen.

Vorteile von NG eCall

Die Einführung von NG eCall bietet eine Reihe von Verbesserungen. Der Rufaufbau zu den Fahrzeuginsassen erfolgt deutlich schneller. Auch die bisherigen Einschränkungen bei der Übertragung von Daten fallen weg.

Während das bisherige System über 2G nur minimale Datenmengen übertragen kann, sind in Zukunft sogar Livebilder aus dem Fahrzeug denkbar. So könnten die Notrufzentralen bei einem Unfall auf Onboard-Kameras zugreifen und die Situation am Unfallort direkt selbst einschätzen. Wenn die Insassen damit einverstanden sind, könnten optional sogar Gesundheitsdaten der Insassen über die schnellen Datenverbindungen an die Rettungsdienste übertragen werden. So ließen sich Rettungsmaßnahmen bereits auf dem Weg zum Unfallort vorbereiten.

Die Aktualisierung der EU-eCall-Verordnungen ist dringend erforderlich. Bis heute sind Fahrzeughersteller noch immer zum Einbau der technisch veralteten 2G-Technik (GSM) oder 3G (UMTS) verpflichtet, die zum Teil in vielen Länder bereits abgeschaltet wurde.

Hintergrund für die Vorgabe war die damals im Vergleich zu 4G/LTE besonders gute Netzabdeckung. Durch den rasanten Ausbau neuer Mobilfunknetze ist die Aktualisierung der Vorgaben jedoch sinnvoll und zwingend nötig. So können die Vorteile der modernen Technologie endlich auch in Notfallsituationen dazu beitragen, den Unfallopfern schneller und effektiver zu helfen.

Die Technologie ist im gesamten Netz der Telekom Deutschland verfügbar. Bei Bedarf wird sie regional für Tests aktiviert. In den Testregionen sendet das Netz dann den sogenannten NG eCall Broadcast-Indikator. Er informiert die Bordelektronik des Fahrzeugs über die Fähigkeiten des Netzes. So weiß das Fahrzeug, dass der NG eCall bereitsteht.

Bei einem Unfall startet die Bordelektronik dann einen NG eCall mit IMS-basierter Notrufsignalisierung. So lassen sich auch Multimedia-Daten über die Netze transportieren. Mobilfunk- und Festnetz leiten den NG eCall an die Test-Notrufzentrale bei cetecom advanced weiter.

Weitere Anforderungen werden in den kommenden Tests verifiziert. Dazu gehört beispielsweise die Übergabe von Notrufen zwischen neuer und alter Technologie, während eines laufenden eCalls, damit die Kontinuität eines eCalls insbesondere in der Übergangszeit von alter Technologie zu neuer Technologie gesichert ist.

Rauchfackeleinsatz Grundschule Selent 2021
Rauchfackeleinsatz Grundschule Selent 2021 -Screenshot Facebook.com

Grundschule Selent Feuerwehr Übung mit Rauchfackeln und Notruf

Auch bei einer Feuerwehrübung im Jahr 2021 gab es eine Feuerwehrübung in der Grundschule Selent, welche aus dem Ruder durch den Einsatz von Rauchfackeln gelaufen ist. So gab es Notrufe durch besorgte Bürger bei der Feuerwehr bedingt durch die Feuerwehrübung. Dabei gab es mindestens ein weinendes Grundschulkind -bestätigt durch die Ermittlungen der Polizei Lüdjenburg- auf dem Schulgelände, welche den Rauch der Rauchfackeln im Umfeld erleben musste. Bei einer Presseanfrage an den Kreis Plön wurde der Einsatz der Rauchfackeln mit dem gesundheitsgefährdenden Rauch bestätigt.

50 Jahre Notruf in Deutschland: 75 Prozent der Notrufe laufen über die Mobilfunknetze

So haben vor 50 Jahren, am 20. September 1973, der Bund und die Länder beschlossen, die einheitliche Notrufnummer 112 in Deutschland einzuführen. Und täglich sind nach Berechnungen von Vodafone mehr als 60 Millionen 'mobile Notrufsäulen' unterwegs. Dazu zählt der Mobilfunker die Handys und Smartphones in den drei deutschen Mobilfunknetzen.

Auch ist die Feuerwehr, Notarzt und Rettungswagen dank des neuen Notrufsystems AML (Advanced Mobile Location) jetzt überall in Deutschland sehr schnell am Unglücksort. Denn bei einem Handy-Anruf an die 112 wird der genaue Standort des Anrufers dank AML automatisch an die Rettungsleitstelle übertragen.

50 Jahre Notruf in Deutschland: 75 Prozent der Notrufe laufen über die Mobilfunknetze
50 Jahre Notruf in Deutschland: 75 Prozent der Notrufe
laufen über die Mobilfunknetze --Bild: © Vodafone

Oftmals ist den Anrufern dabei der genaue Standort nicht bekannt. Gerade auch im Wald, am Straßenrand oder in unbekannten und unübersichtlichen Gebieten fällt die Antwort auf die Frage nach dem Unglücksort meist schwer. Wird das Smartphone für den Notruf an die 112 genutzt, hilft AML. Der Standort des Anrufers wird dank AML-Technologie direkt übermittelt.

Dank AML können die Rettungskräfte den Standort des Anrufers bis auf wenige Meter genau lokalisieren und infolgedessen schneller zum Einsatzort aufbrechen und diesen finden.

Die lebensrettende Technologie ist in allen deutschen Mobilfunknetzen implementiert und wird von den gängigen Smartphone-Betriebssystemen Android und iOS unterstützt.

Bei rund 75 Prozent aller Notrufe in Deutschland wird der Standort automatisch übermittelt, bei Anrufen aus dem Festnetz ist das nicht möglich. Die dazu erforderlichen Daten laufen über zwei unabhängige Server in Freiburg und Berlin. Bereits eine Stunde nach dem Notrufeingang werden alle Daten wieder gelöscht.

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