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Neue WhatsApp Abzocke mit IKEA GiftCard

• 12.01.16 Erneut gibt es bei dem beliebten Messenger WhatsApp wieder Betrüger, die die Nutzer schädigen wollen. Dieses mal versuchen die Abzocker über eine Nachricht mit der Überschrift "IKEA GiftCard" zu locken. Dabei sollte man doch sehr vorsichtig sein, und den Link in der Nachricht nicht anklicken, ansonsten landet man sehr schnell in eine neue Abofalle.

IKEA GiftCard stammt nicht von IKEA

Die Nachricht "IKEA Giftcard" soll dem Nutzer vorgaukeln, diese kommt vom Möbelhändler IKEA. Wenn man dann auf den Kurzlink klickt, wird man zur Teilnahme an einer "1- minütigen Umfrage" aufgefordert. In diesem Fall hätte man eine Chance auf einen Gutschein in Form einer 500 Euro IKEA Geschenkkarte, teilt die Anwaltskanzlei Wilde Beuger Solmecke mit.

Whats App Logo -Bild: WhatsApp

Wenn man an der Umfrage teilnimmt, muss man 4 leichte Fragen beantworten. Im Schluss daran soll man 10-mal den Facebook-Teilen Botton betätigen. Danach werden die persönlichen Daten abgefragt, im Anschluss daran gelangen WhatsApp Nutzer auf eine andere Internetseite wo man etwa an einem IKEA-Gewinnspiel oder einem EDEKA-Gewinnspiel teilnehmen soll.

Auf diesen Link sollten Nutzer besser nicht klicken, da sie sonst schnell in eine Abofalle geraten können, raten die Anwälte der Anwaltskanzlei weiter. Die betroffenen Nutzer wundern sich etwa, dass sie plötzlich von ihrem Handyanbieter eine höhere Rechnung erhalten. Erst jetzt bemerken viele, dass sie laut den AGBs des jeweiligen Anbieters z.B. ein Abonnement über den Bezug von 3 SMS/Woche zu je 5 Euro/SMS abgeschlossen haben sollen.

Auch wenn diese Verträge wegen Verstoßes gegen die Button Lösung gewöhnlich unwirksam sind so ist das Eintreiben dieser Forderungen gegen den jeweiligen Anbieter normalerweise schwierig. Von daher sollten WhatsApp-Nutzer vorsichtig sein. So besteht immer bei der vorschnellen Preisgabe von persönlichen Daten eine erhöhte Missbrauchsgefahr. Unter Umständen kann sogar das Konto des Nutzers leergeräumt werden.

Kontodaten werden gerne bei Abzocke abgefragt

Auch über eine andere WhatsApp Nachricht, versuchen Betrüger auf das Konto der WhatsApp Nutzer zu gelangen. Dabei sollen Nutzer die Daten ihrer Kreditkarte zwecks WhatsApp Abo Verlängerung eingeben, berichtet der Online-Dienst Mimikama. Klickt man auf den Link in der WhatsApp Nachricht, landet man dann allerdings nicht auf den angegebenen WhatsApp-Seiten, sondern auf gefälschten Internet-Seiten.

Von der E-Mail sind besonders die Smartphone Nutzer betroffen, da nicht gleich erkennbar ist, wenn die Seite vom Smartphone aufgerufen wird, das man auf eine Fake-Seite gelandet ist.

Finde heraus, mit wem deine Freunde chatten ...

Zuletzt gab es schon einen Kettenbrief mit dem Titel "Finde heraus, mit wem deine Freunde chatten ...". Dabei wird bei Unachtsamkeit ein Virus nachgeladen. So fordert der Kettenbrief die Anwender auf, eine neue vermeintliche WhatsApp Version von einer externe Quelle nachzuladen. Sollte man dieser Aufforderung nachkommen, wird laut dem Blog mimikama das Smartphone blockiert und keine Benutzung ist mehr möglich. Nur die Entnahme des Akkus sorgt wieder für einen einwandfreien Start. Allerdings gibt es auch Smartphones, wo der Akku nicht zu entfernen ist, hier wird das Smartphone dann wohl einige Zeit nicht mehr benutzbarsein.

Nachladen aus fremden Quellen sind Sicherheitsrisiko

Der WhatsApp Virus versucht ein Programm aus einer unsicheren Quelle nachzuladen. In der Regel geht dieses durch die Voreinstellungen beim Smartphone nicht, es sei denn, man hat bei der Rubrik "Sicherheit", das Nachladen aus "unbekannte Quellen" aktiviert.

Auch ist in der ursprünglichen WhatsApp-Nachricht ein Button enthalten, der die Update-Mitteilung automatisch an zehn eigene Kontakte oder drei Gruppen schickt. Das sollte man dann sicherlich seinen Freunden und Kontakten nicht antun und die WhatsApp Nachricht einfach löschen.

Viele WhatsApp Viren sind im Umlauf

Auch gibt es immer wieder neue Abofalle, nachdem wir schon über Abofallen bei Emojis und Smileys berichtet haben. Auch mit Sperrung von WhatsApp wird gerne in eine Abofalle gelockt. Immerhin ist eine Sperrung ja für viele Nutzer schockierend und daher "Schockt" die Nachricht doch sehr.

Falsche Warnung mit WhatsApp Sperrung

Die neue Abofalle droht mit dem Ende der Whatsapp Nutzung. Laut dem Info-Dienst Heise Security erscheint die Meldung "Warnung: Whatsapp läuft heute ab!". Daher sollte man diese Meldung durchaus ignorieren.

Immerhin wird mit dieser Meldung eine Täuschung gegenüber dem Nutzer zum Zwecke einer Abofalle initiiert. Daher wird die Staatsanwalt hier auch sehr schnell tätig werden können. Aber möglicherweise sitzen die Abzocker im Ausland und sind nicht greifbar. Dafür darf man jegliche Buchung, die durch die Abofalle entstanden ist, mit einem reinen Gewissen stornieren lassen.

Alleine die Meldung reicht aber noch nicht, um Geldbeträge vom Kundenkonto des Mobilfunkanbieters abzurufen. Dazu muss der Anwender bei der gut gemachten Fake-Seite auf den Herunterladen-Button klicken. Hier landet man dann nach den Recherchen von Heise Security auf einen niederländischen Abo-Dienstleister.

Dort geht es plötzlich nur noch um "Die neuesten Bildschirm-Hintergründe für Whatsapp". Also keinesfalls um eine Aboverlängerung von WhatsApp. Dort darf man dann auf keinen Fall seine Handynummer eingeben!. Dadurch schließt man ein Abo für Videos, Apps, Spiele, Klingeltöne und auch Hintergrundbilder ab. Das Abo kostet monatlich 20 Euro. Allerdings soll man das Abo mit einer SMS an die Rufnummer 82555 mit dem Textinhalt "STOP ALL" auch wieder schnell los werden. Los ist man aber auch dann schon mal die 20 Euro für den ersten Monat.

WhatsApp Abofalle mit eingebauten Links

Der Bundesverband eco warnte schon in der Vergangenheit die Verbraucher entsprechende Links oder eingebettete Buttons in seinen WhatsApp Nachrichten anzuklicken. Besonders ärgerlich ist auch, dass man bei den Abofallen keine vernünftige Gegenleistung bekommt. Und teuer wird es obendrein.

Wenn man nicht will, dass Beträge überhaupt über seine Handyrechnung eingezogen werden, kann gegenüber seinem Anbieter eine Drittanbietersperre einrichten. So können dann vermeintliche Beträge nicht mehr automatisch eingezogen werden und die Abofallen laufen ins leere.

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