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Bloatware: Vorinstallierte Apps- Google bekommt Kritik von 50 Organisationen

• 10.01.20 Wenn man ein neues Android Smartphone kauft, gibt es auch gleich immer jede Menge vorinstallierte Apps vom Hersteller dabei. Eine aktuelle Marktwächter-Befragung von den Verbraucherschützern zeigt, dass Smartphone-Besitzer selbst entscheiden wollen, welche Anwendungen auf ihrem Smartphone installiert sind. Dieses sehen auch 50 Organisationen, deshalb
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wurde Google-Chef Sundar Pichai aufgefordert, Bloatware auf Android-Telefonen deinstallierbar zu machen.

Bloatware: Vorinstallierte Apps- Google bekommt Gegenwind

So haben nun rund 50 Bürgerrechtsorganisationen an den Google-Chef Sundar Pichai appelliert, gegen dieses Apps vorzugehen. Zumal andere Richtlinien für diese Bloatware gilt, als für Apps in Google App Store.

Bloatware
Bloatware auf Smartphones nervt Verbraucher -Bild: Apple

Unter den Kritikern sind namhafte Organisationen wie das Tor Project, Amnesty International und die Electronic Frontier Foundation (EFF).

So wünscht sich auch die Mehrheit der Verbraucher laut den Marktwächtern ein sparsam ausgestattetes Smartphone ohne Drittanbieter-Apps. Dieses zeigte eine internet-repräsentative Befragung des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Durch die Bloatware auf den Android Smartphones können diese Apps oft gar nicht oder nur schwer gelöscht werden. Dieses ist auch das Ergebnis unserer Versuche. Dabei werden dann soagr Nutzerdaten gesammelt und nach außen getragen würden.

Verstösst Bloatware gegen die DSGVO?

Laut unserem Chefredakteur Dipl. Inform. Martin Kopka wird damit wohl sogar die DSGVO (Datenschutzgrundverordnung) ausgehebelt, da private Daten wie Bilder und Texte ohne Widerspruch durch Bloatware gesammelt und weitergegeben werden können. Sogar der Live Zugriff auf Kamera und Mikrofon ist dabei möglich. Kontrollen über Bloatware übt Google nicht aus, so wie bei den Apps im Google App Store.

Eine Möglichkeit diese Maßnahmen zu unterbinden -wie durch Deinstallation der App- ist dem Verbraucher dann auch gar nicht gegeben. Auch wurde der Verbraucher nicht zuvor um Erlaubnis gefragt.

Daher geschieht die Weitergabe der Daten ohne das Wissen und die Einwilligung der Nutzer, so beklagt dieses die zivilgesellschaftliche Allianz in einem publizierten offenen Brief an Google Chef Pichai.

Google misst mit zweierlei Maß

Dabei nehmen derzeit die Smartphones zwar am Schutzprogramm "Google Play Protect" teil. Eine Studie zeige aber, dass 91 Prozent der mitgelieferten Bloat- und Crapware gar nicht in Googles App-Store Play auftauchten und somit offenbar auch nicht überprüft würden.

Daher liegt der Verdacht nahe, dass entsprechende Programme privilegierte Zugriffsmöglichkeiten haben, womit sie außerhalb des Android-Sicherheitsmodells operierten, monieren die Unterzeichner. So könnten sie zum Beispiel Standortinformationen oder Daten aus dem Mikrofon und der Kamera abziehen, ohne dass die Betroffenen davor gewarnt würden. Google lasse die Nutzer hier mit diesen im Verborgenen stattfindenden schweren Datenschutzeingriffen allein. Produzenten billiger Smartphones weltweit könnten diese Lücke für ihre eigenen Geschäftszwecke missbrauchen.

Auch gibt es bei den vorinstallierten Apps deutliche Informationslücken. So wollen 69 Prozent der befragten Smartphone-Nutzer, vor dem Kauf überhaupt nicht oder nicht genau gewußt zu haben, welche Apps bereits auf ihrem Smartphone vorinstalliert sein würden. Dies könnte einer mangelnden Informationspolitik der Smartphone-Anbieter geschuldet sein.

Knapp drei Viertel der Smartphone-Nutzer fühlen sich von den Anbietern nicht ausreichend über vorinstallierte Apps informiert.

Die Mehrheit der Befragten nutzt laut eigenen Angaben den überwiegenden Teil der ab Werk auf dem Smartphone enthaltenen Apps nicht. Zudem haben 75 Prozent der Befragten schon einmal die Erfahrung gemacht, vorinstallierte Apps nicht löschen oder nur deaktivieren zu können.

Daher wollen 92 Prozent auch diese Anwendungen entfernen können. "Mit der vorgegebenen Konfiguration an vorinstallierten Apps und der oft fehlenden Möglichkeit, diese grundsätzlich löschen zu können, agieren Smartphone-Hersteller klar an den Bedürfnissen und Nutzungsgewohnheiten der Verbraucher vorbei", erklärt Dr. Michael Walter, Referent im Team Marktwächter Digitale Welt der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen.

Die Befragung gibt darüber hinaus genaueren Aufschluss darüber, warum Smartphone-Nutzer vorinstallierten Apps kritisch gegenüberstehen. So stören sich viele Nutzer daran, dass nicht genutzte Anwendungen Hardware-Ressourcen, wie Speicherplatz und Akku, ihres Smartphones verbrauchen.

Auch gehen vielen Nutzer von einer Datensammelwut im Hintergrund bei den aktivierten Smartphone Apps aus. Immerhin räumen sich vorinstallierte Apps nicht selten weitreichende Zugriffsberechtigungen auf personenbezogene Daten ein und können bisweilen sogar als Schadsoftware fungieren.

Mit 63 Prozent bevorzugt die Mehrheit der Befragten ein Smartphone, das ab Werk nur mit technisch notwendigen "System-Apps" (z. B. einer Telefon-App) und wenigen ausgewählten "Hersteller-Apps" (z. B. einem Internetbrowser) ausgestattet ist.

Lediglich 12 Prozent der Befragten präferieren ein Smartphone mit einer möglichst umfangreichen Ausstattung, die auch Apps von Drittanbietern (z. B. Social Media Apps) umfasst.

Die Verbraucherbefragung bildet den Auftakt zu einer vertiefenden Untersuchung des Marktwächter-Teams der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen zu vorinstallierten Apps, die das Thema Datenschutz und Datensicherheit in den Blick nimmt.

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